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Waldbrand Uebung 2017 002Waldbrände und Notfälle im Wald erfordern eine besondere Einsatztaktik, denn sie sind meist gekennzeichnet von ungenauen Ortsangaben, unwegsamen Gelände, schwierigen, engen und langen Anfahrtswegen und Wassermangel vor Ort. Die richtige Orientierung, Ortskenntnis und Einsatztaktik bei Waldbränden war Thema der Waldbrandübung am 21. August 2017 bei der Feuerwehr Ahl. Übungsleiter Frank Seidl hatte drei imaginäre Einsatzorte im Wald um Ahl vorbereitet anhand deren unterschiedliche Einsatztaktiken besprochen wurden.

Waldbrand Uebung 2017 001Zunächst wurde im Feuerwehrhaus die Einsatzbereitschaft hergestellt: Da ging es um die Frage, welche Einsatzkleidung adäquat ist. Entgegen der verbreiteten Meinung vertrat der Übungsleiter die Auffassung, dass die Feuerschutzkleidung nicht ausschließlich für den Innenangriff zu verwenden sei und bei Waldbränden nichts verloren habe. Die Erfahrungen mit den bisherigen Wald-, Gelände- und Bahndammbränden zeige, dass von der Kleidung, insbesondere der Hose eine gute Schutzwirkung gegen Hitze ausgehe. Auch beim Brandsicherheitsdienst am Hutzelfeuer sei dies deutlich spürbar. Dennoch warnte Seidl: Es kann leicht zu einem Hitzestau kommen und bei längerem Arbeiten in hoch geschlossener Feuerschutzkleidung auch zu Erschöpfungszuständen, Kreislaufproblemen oder Hitzschlag kommen. Wie in vielen Bereichen ist daher die Kleidung mit Bedacht zu wählen und den Umständen anzupassen. Auch ist auf ausreichend Pausen und Flüssigkeitszufuhr (Wasser) zu achten.

Ferner wurden die Einsatzmittel zusammengestellt. Rückt das TSF mit TS oder HDL aus? Das ist natürlich abhängig von der Lage und muss vom Einsatzleiter beim Ausrücken entschieden werden. Im Ortsgebiet ist grundsätzlich das TSF mit der verlasteten Hochdrucklöscheinrichtung (HDL) sozusagen als "Schnellangriff" und "Wasser vor Ort" (also über die Kübelspritzenladung hinaus) einsatzbereit, z.B. um den Brand am Hütteneingang einzudämmen und die bewusstlose Person rauszuholen. Beim größeren Bahndammbrand am Stausee (also direkte Wasserentnahmestelle offenes Gewässer vorhanden, keine unmittelbare Bedrohung von Menschenleben), macht ggf. das Umladen der TS Sinn. Wie gesagt: Das ist situations- und einsatzlagenabhängig. Zu vergessen ist nicht: Es gibt binnen wenigen Minuten nachrückende Einheiten.

Als Einsatzmittel wurden ferner Feuerpatschen, Hacken, Einreißhaken etc. und als Hilfsmittel Leitkegel sowie für die Besatzung Getränke (Wasser) aufgeführt.

Als Führungsmittel sind die Digitalfunkgeräte sowie ein Stadtplan, die topographische Karte und die entsprechende Waldbrandeinsatzkarte (WEK) mit den eingezeichneten Rettungspunkten Forst und Schreibzeug (sowie Planschieber etc. für die Koordinaten) nützlich. Auch eine Wärmebildkamera kann zur Ortung von Glutnestern nützlich sein.

Die folgenden drei angenommenen Einsatzstellen brachten jeweils andere Vorgehensweisen (Einsatztaktik) an den Tag, die gemeinsam vor Ort besprochen wurden. Bei der Anfahrt wurden bereits die Orientierung, Ortskenntnis und Wegbeschaffenheit (geeignet für Tanklöschfahrzeuge etc.?) betrachtet. Bei Einsätzen im Wald gibt es verschiedene Dinge zu beachten. Das fängt bei der Orientierung an. Nicht immer ist eine Einsatzstelle durch Rauch gut zu lokalisieren. Es gibt keine Straßenbezeichnungen und "Hausnummern". Hier helfen Ortskenntnis, Koordinaten, Rettungspunkte und Einweiser.

Die Hauptwaldwege sind bei uns relativ gut ausgebaut, so dass sie auch mit wasserführenden Fahrzeugen befahren werden können. Wichtig ist aber auch die aktuelle Beschaffenheit: Sind Wege überschwemmt oder unterspült, aufgeweicht oder vielleicht durch umgestürzte Bäume versperrt. Vor allem: Sind die Fluchtwege frei? Es muss immer auch einen Weg hinaus geben, ohne dass die Einheit vom Feuer eingeschlossen werden kann. Das alles ist bei der Anfahrt zu beachten. Für nachrückende Kräfte können Anfahrts- und Einbahnwege durch umgekippte Leitkegel in Fahrtrichtung gekennzeichnet werden.

Zur Wasserversorgung gibt es ebenfalls mehrere Varianten, die auch parallel eingesetzt werden können. Wasserführende Fahrzeuge können im Pendel- oder Einbahn-Ringverkehr Löschwasser zur Einsatzstelle bringen, das entweder in das Einsatzstellenfahrzeug mit Pumpe "umgefüllt" wird oder in ein Wasserreservoir vor Ort gefüllt wird. Die Möglichkeit der "Wasserförderung über lange Wegestrecken" ist ebenfalls eine Variante, wenn insbesondere ein offenes Gewässer oder auch ein auskömmlicher Hydrant nicht allzu fern sind. Luftunterstützung kann es u.U. von der (Bundes)Polizei mit Hubschraubern und sogenannten Bambibuckets geben. Diese würden aber nicht vom Einsatzleiter oder der örtlichen Feuerwehr angefordert.

Gegen 22 Uhr war die rund 2 1/2 stündige Übung vorbei.