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Wie in den Print- und Rundfunkmedien am Dienstag, 25. Juni 2019 groß berichtet wurde, hat Bad Orb einen Mangel in ihrer Löschwasserversorgung, der nicht kurzfristig behoben wird. Zur Absicherung des Brandschutzes werden - so berichten die Medien - Nachbarfeuerwehren ab einem bestimmten Alarmstichwort hinzualarmiert.

Pressespiegel

https://kinzig.news/630/stadtverordnete-verweigern-zustimmung-feuerwehr-hat-kein-l-ouml-schwasser

https://www.vorsprung-online.de/mkk/bad-orb/362-bad-orb/151040-brandschutz-leben-ist-nicht-verhandelbar.html

https://www.ffh.de/nachrichten/hessen/osthessen/toController/Topic/toAction/show/toId/202980/toTopic/feuerwehr-bad-orb-hat-nicht-genug-loeschwasser.html

https://kinzig.news/794/diskussion-um-fehlendes-loeschwasser-kommunalaufsicht-schaltet-sich-ein

https://www.fuldaerzeitung.de/regional/nachbarkreise/kommunalaufsicht-schaltet-sich-in-diskussion-um-loschwasserversorgung-in-bad-orb-ein-DC9172353

Die Feuerwehren Salmünster und Bad Soden waren in jüngerer Vergangenheit bereits zur nachbarschaftlichen Löschhilfe in Bad Orb im Einsatz, umgekehrt natürlich auch schon Nachbarfeuerwehren, u.a. Bad Orb im Stadtgebiet von Bad Soden. Die überörtliche Unterstützung ist insbesondere mit besonderen Fahrzeugen wie Drehleitern, Tanklöschfahrzeugen etc. üblich und selbstverständlich. Davon unabhängig gilt natürlich, dass jede Stadt und Gemeinde für einen funktionierenden Brandschutz im Stadt-/Gemeindegebiet verantwortlich ist.

Anbei zur Information der Artikel der Nachbarfeuerwehr Bad Orb:

http://feuerwehr-bad-orb.de/

#badorbbrennt

Ein Jahr nach dem verheerenden Brand in der Marktbrunnenstraße ist vergangen. In dem Gebäude war im Mai letzten Jahres ein Feuer ausgebrochen welches sich schnell ausbreitete. Die Feuerwehr war machtlos, da das benötigte Löschwasser nicht vorhanden war. Das traurige Resultat, ein Gebäude wurde komplett zerstört zwei weitere schwer beschädigt. All dies wäre vermeidbar gewesen, wenn das Hydrantennetz aus dem das Löschwasser entnommen wird, funktioniert hätte.

Im Nachgang stellte sich heraus, dass in weiteren Bereichen von Bad Orb die Löschwasserversorgung nicht sichergestellt ist. Es folgte ein Jahr voller Diskussionen und der Suche nach dem Schuldigen. So entstanden aussagen wie „Die Feuerwehr ist zu blöd ein Hydrant aufzudrehen“.

Der eigentliche Grund aber ist, dass das Hydrantennetz für die heute geforderten Löschwassermengen nicht ausgelegt ist. Eine entsprechende Vorhaltung kann auch nicht überall realisiert werden, da es ansonsten zu Problemen mit der Trinkwasserversorgung kommen würde die aus dem gleichen Netz stammt.

Aufgrund der Fakten wurde zusammen mit der Brandschutzaufsicht des Main- Kinzig- Kreises ein Konzept erstellt, mit dem zeitnah eine langfristige Sicherstellung gegeben wäre. An dieser Stelle sei erwähnt, dass auch die Kosten hierfür im Vergleich zu einer flächendeckenden Sanierung des Hydrantennetzes wesentlich geringer wären.

Nachdem in diesem Jahr das Thema in verschiedenen Ausschüssen diskutiert wurde, kam es gestern Abend in der Stadtverordnetensitzung zu einer Entscheidung. Während CDU und FWG sich vorab eingehend mit dem Thema auseinandergesetzt hatten und dementsprechend für die Umsetzung gestimmt haben, pickten sich FBO, SPD und BOI einen einzelnen Punkt des Konzeptes heraus. So soll ihrer Meinung nach nur ein Wechsellader mit entsprechenden Abrollbehälter beschafft werden.

Allerdings ist diese Anschaffung nicht umsetzbar, da das Fahrzeuge aufgrund der bestehenden Infrastruktur der Feuerwache nicht abgestellt werden kann. Der zeitliche Aspekt wurde ebenfalls außer Acht gelassen, denn nach wie vor gibt es starke Einschränkungen der Löschwasserversorgung in verschiedenen Bereichen von Bad Orb. Durch die Ablehnung der Umsetzung des kompletten Konzeptes wird dementsprechend hingenommen, dass es im Falle eines Brandes eine ggf. erforderliche Menschenrettung sowie eine Brandbekämpfung nur stark verzögert eingeleitet werden kann. Denn fehlendes Löschwasser gefährdet nicht nur die durch den Brand betroffenen Bürger, sondern auch die Einsatzkräfte die im Übrigen dies allesamt ehrenamtlich leisten.

Wir empfehlen allen Bürgerinnen und Bürgern, ihre Rauchmelder regelmäßig zu überprüfen und im Falle einer Auslösung so schnell wie möglich das Gebäude verlassen. Denn leider können wir nach dem Beschluss von gestern Abend auch künftig nicht die notwendigen Maßnahmen zur Rettung von Menschen und Sachwerten in der erforderlichen Zeit einleiten.

Unter dem #badorbbrennt werden wir Sie weiter Informieren und ihnen Tipps zur Selbsthilfe geben.

Ihre Feuerwehr Bad Orb

Als kleinen Denkanstoß bekamen die Stadtverordneten der SPD, FBO und BOI einen Löscheimer überreicht!