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Pressedienst_FF_BSS

Presse-Mitteilung / Bürger-Information vom 20.04.2012

„Das habt ihr ganz super gemacht“ – Kinder loben Feuerwehr

Große Räumungsübung an KiTa & zwei Grundschulen in Bad Soden-Salmünster

Menschenrettung_2012-001Schneller als die Feuerwehr: Noch bevor die Feuerwehrleute oder Lehrer die Kinder für ihre Disziplin bei der Räumung ihrer Einrichtung loben konnten, hatten diese schon ein Lob für die Feuerwehrleute parat: „Das habt ihr ganz super gemacht.“ Bei der Räumungsübung der Freiwilligen Feuerwehr Bad Soden-Salmünster in zwei Grundschulen und einer Kindertageseinrichtung am Freitagvormittag (20. April 2012) gab es erst feuchte, dann leuchtende Augen.

Pressefotos

 

Zugführer Markus Koch (Feuerwehr Bad Soden) hatte die Räumungsübung gemeinsam mit dem Stellvertretenden Stadtbrandinspektor Andreas Wenzel (Wehrführer Salmünster) mit den jeweiligen Leitungen abgesprochen und organisiert. Ziel war in erster Linie, die geordnete Räumung bei einem Feueralarm in der Einrichtung einzuüben. Daher war der Termin nicht breit gestreut. Bei der Henry-Harnischfeger-Schule waren sogar nur die Schulleitung und die Hausmeister darüber informiert, das Kollegium mit allen Schülern wurde vom Feueralarm und einem verrauchten (aus der Nebelmaschine) und damit versperrten Treppenhaus überrascht.
Darüber hinaus dient eine solche Übung auch dazu, Abläufe zu verfeinern und Verbesserungspotential zu erkennen. Das gilt sowohl für die Einrichtung als natürlich auch für die Einsatzkräfte, für die die Ortskenntnis vorteilhaft ist für den Realfall.

21 Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner aus Bad Soden, Salmünster, Ahl und Mernes hatten sich an dem Vormittag frei nehmen können und besetzten gemeinsam das Löschgruppenfahrzeug (LF 20/16) und die Drehleiter (DLK 23/12) aus Bad Soden sowie das Löschgruppenfahrzeug (LF 10/6) aus Salmünster mit dem Einsatzleitwagen (ELW 1) der Gesamtstadt.

 

Küchenbrand im St. Laurentius-Kindergarten
Beginn war um kurz nach 9 Uhr morgens, als der Rauchmelder der Kindertageseinrichtung St. Laurentius in Bad Soden anschlug: „Feuer in der Küche“ hieß die Alarmmeldung. Gleichzeitig mit der Alarmierung der Feuerwehr räumten die Erzieherinnen mit über 80 Kindern die bislang noch sechs Gruppenräume (U3, Ü3). Sind die Kinder auch gewohnt, dass die Feuerwehr genau nebenan immer mal ausrückt, so haben sie sich doch erschrocken, dass sie selbst „betroffen“ waren.
Nach der Räumung war dann auch noch klar: „Es fehlen zwei Kinder der Froschgruppe.“ Menschenrettung hatte daher erste Priorität, bevor gleichsam das angenommene Feuer in der Küche bekämpft wurde. Tränen kullerten manchen Kindern herunter, doch die Erzieherinnen konnten sie schnell beruhigen, denn es war doch nur eine Übung. Als dann ein Trupp Feuerwehrmänner unter Atemschutz die vermissten, aber dann freudig und stolz lächelnden Kinder retteten und zu den „restlichen Fröschen“ trugen, war alles wieder toll und man konnte die Feuerwehr bewundern. Zum Schluss durften sie sogar noch in die großen Feuerwehrfahrzeuge, während die „Großen“ zur weiteren Ortskenntnis die Räume der Kinder besichtigen durften. Kita-Leiterin Elli Lotz war sehr froh, dass die Übung nach anfänglicher Aufregung so gut ablief und lud die Feuerwehr ein, gerne wieder einmal eine Einsatzübung in der KiTa durchzuführen
.

 

Grundschule an der Salz
Die Schülerinnen und Schüler der Grundschule an der Salz in Bad Soden haben da schon mehr „Routine“, denn schließlich war die Feuerwehr in den vergangenen Jahren schon öfter zu Räumungsübung da. Dennoch war der Feueralarm um kurz nach 10 Uhr dort auch wieder aufregend, wie zu beobachten war. 120 Schüler waren bei Eintreffen der Feuerwehr bereits geordnet auf dem Blauen Platz auf den „Logenplätzen“ zum Zuschauen. Nur ein Lehrer, den hatten sie im Obergeschoss vergessen. Während drei Trupps unter Atemschutz das Gebäude weiter nach Personen im Innenangriff absuchte und dann auch gleich die Brandbekämpfung durchführte, wurde Lehrer Marc Vogeley per Drehleiter aus dem Haus gerettet und sicher zu den Füßen seiner Schüler/innen gebracht, die ihn mit großem Applaus zurück begrüßten.

 

Große Räumung in der Henry-Harnischfeger-Schule
Mit mehr als 1.000 Schülern ist die Integrierte Gesamtschule in Salmünster (Henry-Harnischfeger-Schule) zu einer sehr großen Einrichtung im Stadtgebiet gewachsen. Angenommen wurde hier ein Brand im unteren Treppenhausbereich des Altbaus, in dem sich die Grundschule befindet. Mit einer Nebelmaschine wurde hier heimlich das abgeschlossene Treppenhaus auf „Null-Sicht“ vernebelt. Fünf Minuten vor der eigentlichen Alarmierung entdeckten es aber schon Kinder, die auf Toilette wollten, andere, die den Papierkorb ausleeren sollten. Von außen war dieser Zeitpunkt deutlich zu vermerken: Großes Geschrei. Die Lehrer/innen reagierten sofort und führten ihre Klassen über den nicht verrauchten zweiten Rettungsweg, eine außerhalb am Altbau montierte Metall-Fluchttreppe, auf den Schulhof zum Sammelplatz. Gleichzeitig wurde dann auch bereits der „offizielle“ Feueralarm ausgelöst. Zwei Lehrerinnen waren im Obergeschoss vom Rauch eingeschlossen und machten sich am Fenster bemerkbar. Die Feuerwehr rettete die Lehrerinnen über die Drehleiter, während Atemschutztrupps das Gebäude von zwei Seiten nach weiteren Personen absuchten und zur Brandbekämpfung vorgingen. Außerdem wurden Lüfter in Stellung gebracht, um die Sicht zu verbessern. Schulleiterin Katharina Heinen dankte in der Nachbesprechung für den großen Einsatz und war zufrieden mit der ersten Räumungsübung seit einigen Jahren. Sie hätten – im gemeinsamen Gespräch mit der Feuerwehr – schon erste Erkenntnisse gewonnen, die zu weiteren Verbesserungen führen können. Auch der Sicherheitsbeauftragte, Ludwig Naumann (Stufenleiter 9/10), war zufrieden mit der Übung und den Ergebnissen. Künftig sollen jährlich solche Räumungsübungen an der Schule stattfinden, waren beide von der Wichtigkeit der Übung überzeugt. Die Einsatzkräfte waren dann noch zu Würstchen und erfrischendem Wasser in der Schulküche eingeladen.

 

Überraschung: Kinder hatten Bilder gemalt
Eine Überraschung hatten die Kinder der Vorklasse – im Dachgeschoss des Altbaus – vorbereitet. Vor kurzem waren sie mit Vorklassenleiterin Angela Prinz bei der Feuerwehr Salmünster zur „Brandschutzerziehung“ eingeladen, die Gruppenführer Martin Grünewald und Zugführer Jens Bannert leiteten. Weil das so ein tolles Erlebnis war, haben die Kinder zwei große Bilder gemalt und heute als Dank an Jens Bannert überreicht. Die Bilder werden im Feuerwehrhaus Salmünster aufgehängt, denn an leuchtende Kinderaugen erinnern sich die freiwilligen Feuerwehrkräfte sehr gerne. Und davon gab es heute reichlich zu sehen. Und wenn darüber hinaus auch noch ein paar wichtige Botschaften hängen geblieben sind, dann hat sich der Tag auf jeden Fall wieder gelohnt.

Einsatzleiter Andreas Wenzel zieht jedenfalls eine positive Bilanz von den örtlichen Räumungsübungen und den getroffenen Vereinbarungen. Und das reibungslose Wirken von Kräften mehrerer Wehren aus Bad Soden-Salmünster zeige auch, dass sich die enge Zusammenarbeit der Ortsteilfeuerwehren als Feuerwehr Bad Soden-Salmünster sich auszahlt. Die nächste gemeinsame Übung steht bereits am Freitagabend an und am Samstagvormittag ist bereits die nächste Übung.

Mehr Informationen zur Feuerwehr Bad Soden-Salmünster auf www.feuerwehr-bss.de.

 

Mit freundlichen Grüßen

Im Auftrag

 

 

gez. Frank L. Seidl                                

Pressesprecher Feuerwehr Bad Soden-Salmünster Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Fotos: Frank L. Seidl (Feuerwehr Bad Soden-Salmünster)