Im ersten Halbjahr 2016 gab es für die Feuerwehr Bad Soden-Salmünster insgesamt 70 Einsätze. Der schlimmste Einsatz war gewiss der schwere Verkehrsunfall am frühen Morgen des 22. Juni 2016, bei dem ein 21-jähriger Feuerwehrkamerad aus Mernes nur noch Tod aus dem Fahrzeug geborgen werden konnte.
Im ersten Halbjahr änderte sich etwas in der Leitung der Feuerwehr: Oliver Lüdde wurde am 15. April 2016 als Stadtbrandinspektor wiedergewählt, für den scheidenden Stellvertretenden Stadtbrandinspektor Andreas Wenzel wurde Jens Bannert (zuvor 2. Stv.) nachgewählt. Als 2. Stellvertretenden Stadtbrandinspektor konnte Frank Widmayr gewählt werden.
Nach knapp einem Jahr Vorbereitungszeit und Schulungen wurde am 19. Mai 2016 die Voraushelfergruppe der Feuerwehr Bad Soden-Salmünster mit Andreas Essel an der Spitze offizielle vorgestellt. Alarmiert werden die 20 Einsatzkräfte der Feuerwehr bereits seit März.
Archivbild: Kellerbrand 2016 in Romsthal
Hier die Jahresstatistik 1. Halbjahr 2016 im Einzelnen:
Am Samstag, 25. Juni 2016 fand am Stausee Ahl die Halbjahresabschlussübung der Feuerwehr Ahl gemeinsam mit dem Katastrophenschutzzug der Feuerwehr Bad Soden-Salmünster und der DRK-Wasserwacht Birstein statt. Die Temperaturen waren angenehm und das Wetter hielt. So konnten ab mittags bis zum späten Nachmittag verschiedene Übungen auf dem Wasser durchgeführt werden. Übungsleiter waren Marcel Kloberdanz und Ralf Oberschelp von der DRK-Wasserwacht Birstein sowie Frank Widmayr (Zugführer KatsZ), Christian Hummel (Wehrführer Ahl) und Frank Seidl (Stellvertretender Wehrführer Ahl). Es fand eine interessante Einsatzübung mit mehreren Aspekten aus Umweltschutz, Hochwasserschutz, Brandbekämpfung und Wasserrettung auf dem Ahler Stausee statt.
Pressespiegel:
Passend zur Stimmung in Europa nach dem gestrigen Referendum für einen Ausstieg Großbritanniens aus der Europäischen Union ("Brexit") mit knapp 52 %, ist auch das Wetter wieder gefährlich unterwegs: Der Deutsche Wetterdienst warnt analog zum Börseneinbruch und Rücktritt des UK-Premiers Cameron am Schicksalstag für Freitag, 24. Juni 2016 vor Unwetter: Der Hitze bis zu 38 Grad Celsius sollen im tagesverlauf bis in die Nacht hinein heftige Gewitter mit Starkregen bis 40 Liter/qm, Hagel bis 4 cm und Sturmböen um die 100 km/h (Bft 10). Bitte beachten Sie die weiteren Unwetterwarnungen und bleiben Sie Europa!
Der Deutsche Wetterdienst warnt am Mittwoch, 22. Juni 2016 vor Hitze. Nach etwa vier Wochen mit ständigen Starkregenattacken, wird auch jetzt wieder das Wetter extrem. Bereits am Mittwoch soll es plötzlich gefühlte Temperaturen bis 35 Grad Celsius geben, am Donnerstag, 23. Juni 2016 wird gar von einer extremen Wärmebelastung von mehr als 38 Grad Celsius. Insbesondere ältere und kranke Menschen sollten sich der Hitze anpassen, d.h. anstrengende Tätigkeiten und Aufenthalte draußen meiden, Kopfbedeckungen tragen und viel trinken (kein Alkohol). Wir haben oben in den Bürger-Infos Tipps zum Umgang mit Hitze zusammengestellt!
Bei extremen Temperaturen steigt auch das Risiko von Hitzegewittern.
Am Mittwochmorgen, 22. Juni 2016 hat sich auf der Landstraße L3178 zwischen Mernes und Salmünster ein schwerer Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person ereignet. Die Feuerwehren Salmünster, Mernes und Marjoß (Steinau) sowie Rettungsdienst und Notarzt wurden um 5.47 Uhr alarmiert. Ein Pkw war auf nasser Fahrbahn von der Straße abgekommen und im Wald frontal in einen Baum geprallt. Der junge Mann konnte nur noch Tod aus dem Fahrzeug geborgen werden. Zur Betreuung der Betroffenen wurde noch die Notfallseelsorge alarmiert.
Das Gelnhäuser Tageblatt hat in ihrer Ausgabe vom Dienstag, 21. Juni 2016 einen interessanten Artikel über die Pflicht zur Freistellung vom Arbeitgeber für Feuerwehreinsätze und die Schwierigkeiten in der Arbeitspraxis. Geregelt ist dies in § 11 (2) und (8) HBKG (Hessisches Brandschutz- und Katastrophenschutzgesetz). Hier die Vorschau zum Artikel:
In einem Fitness- und Gesundheitsstudio in Salmünster kam es am Montagnachmittag, 20. Juni 2016 zu einem Brand. Die Feuerwehr Salmünster wurde um 15.55 Uhr zu dem Brandeinsatz alarmiert und war kurze Zeit später mit dem Tanklöschfahrzeug (TLF 16/25) vor Ort. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte war der betroffene Bereich stark verraucht. Bei der Erkundung im 1. Obergeschoss stellte sich heraus, dass ein Föhn in der Umkleide Feuer gefangen hatte. Mitarbeiter hatten den Brand bereits in der Entstehung löschen können und richtigerweise zeitgleich die Feuerwehr alarmiert. Bei den Löscharbeiten wurde eine Mitarbeiterin vermutlich durch den Brandrauch in Mitleidenschaft gezogen, so dass die Feuerwehr noch einen Rettungswagen nachalarmierte. Die Mitarbeiterin wurde vom Rettungsdienst zur weiteren Kontrolle ins Krankenhaus transportiert. Die Feuerwehr übernahm die Belüftungsmaßnahmen, um die Räume vom Brandrauch zu befreien. Außerdem kontrollierte sie die Wand und den Deckenbereich auf versteckte Glutnester.
Beim Benutzen einer Notausgangstür wurde am Sonntagnachmittag, 19. Juni 2016 im SpessartForum in Bad Soden ein Brandmeldealarm ausgelöst. Das rief nicht nur den Haustechniker der städtischen Kur- und Freizeit GmbH auf den Plan, sondern auch die Feuerwehr Bad Soden, die um 16.15 Uhr alarmiert wurde. Die Feuerwehr war schnell vor Ort und konnte den Sachverhalt aufklären und feststellen, dass keine Gefahr bestand. Der Einsatz unter Leitung des 2. Stellvertretenden Stadtbrandinspektors Frank Widmayr konnte nach wenigen Minuten beendet werden.
Bei der Stadtmeisterschaft der Stadt Steinau a.d.Str. mit offenem Pokalwettbewerb am Sonntag, 19. Juni 2016 in Ulmbach hielt das Wetter bis fast zum Ende der Übungen. Das ist ja die letzten Wochen aufgrund der fast täglichen Starkregenfälle nicht selbstverständlich. Unter insgesamt 16 Gruppen und Staffeln belegten die Gruppe (1.398 P.) und die Staffel (1.392 P.) der Jugendfeuerwehr Huttengrund jeweils einen sehr guten zweiten Platz. Der Staffel der Jugendfeuerwehr Katholisch-Willenroth (1.379 P.) gelang ein hervorrangender dritter Platz. Herzlichen Glückwunsch.
Aus Bad Soden-Salmünster waren auch zwei Wertungsrichter am offenen Pokalwettbewerb beteiligt.
Die Feuerwehr kommt auch bei Notfällen in, auf und an Gewässern zum Einsatz. Zwar sind meist die DLRG und die Wasserrettung des DRK, auch das THW mit Booten und ausgebildeten Rettungskräften, beispielsweise Tauchern ausgestattet, im Main-Kinzig-Kreis ist die Feuerwehr Maintal beispielsweise ebenfalls mit einer Wasserrettungs-Einheit versehen. Am Freitag, 17. und Samstag, 18. Juni 2016 fand nun ein Seminar der Feuerwehr Main-Kinzig in Maintal statt, an dem auch drei Feuerwehr-Einsatzkräfte aus Bad Soden-Salmünster teilnahmen.
Fotos: Matthias Hummel (FF Ahl); Dankeschön.
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