Eine Tradition aus der Rhön, die der Kaplan Pater Ludwig Böhm ofm damals aus seiner Heimat mitbrachte, brennt schon seit 1978 auch jedes Jahr in Ahl. Meist Anfang März brennt das Ahler Hutzelfeuer, aufgeschichtet und veranstaltet vom örtlichen Pfadfinderstamm der Deutschen Pfadfinder*innenschaft Sankt Georg (DPSG). Und seitdem ist auch die Feuerwehr Ahl immer begleitend, schützend und aktiv dabei.
Am Samstagabend, 14. März 2026 war es dann wieder soweit. Um 18 Uhr fand in der Marienkirche in Ahl der ebenso traditionelle Jugendgottesdienst (damals "Dekanatsjugendgottesdienst") statt, den seit ein paar Jahren auch die Jugendfeuerwehr Ahl besucht. Anschließend ging es dann den kurzen Waldweg hoch zum Blockhaus, vor dessen Toren das Hutzelfeuer - bereits morgens per Hand aufgeschichtet - darauf wartet, mit den Fackeln der Pfadfinder und der Jugendfeuerwehr angezündet zu werden.
Die Feuerwehr begleitete den kurzen Fackelumzug von der Kirche in der Erlesbachstraße hinauf zum Blockhaus. Die Feuerwehr war noch nicht vollständig schützend um den Feuerhaufen formiert als das Feuer schon aufloderte - eine Fackel hatte sich vor dem Startsignal als Frühstarter bereits auf dem Luftweg in den Feuerhaufen gemacht. So gerne wäre die Feuerwehr mal vor dem Feuer parat gewesen ...
Bei knackiger Bratwurst oder leckerem Fetakäse und den Getränken der Pfadfinder ließen es sich die Besucher/innen gut gehen, denn es ist sowohl im Dorf als auch in der Pfadfindergemeinschaft der Diözese ein schon lange beliebtes und nicht wegzudenkendes Fest, wenn auch nur für ein paar gemütliche Stunden am wärmenden Feuer, ein netter, wärmender Treffpunkt. Hier werden vor allem die Weihnachtsbäume verbrannt, die die Jugendfeuerwehr Anfang Januar eingesammelt haben, hinzu kommt noch Grünschnitt oder andere unlakierten/unbehandelten Hölzer nach Absprache mit den Pfadfindern.
Die Feuerwehr Ahl hatte - auch traditionell - in der Übung am Montag zuvor die Wasseranschlüsse und Festleitung durch den Wald überprüft und getestet. Bei vorher nasser Witterung bestand keine große Gefahr einer unkontrollierten Ausbreitung. Auch der für Freitag noch angekündigte Wind war mild und bildete keinen Gefahr. Außerdem stand ja die Feuerwehr parat und war vorbereitet.
Der Dienst der Feuerwehr Ahl war beendet, nachdem der Feuerhaufen - das geht bei Nadelbäumen relativ schnell - auf die Größe eines ordentlich großen Lagerfeuers heruntergebrannt war und die Feuerstelle dann den veranstaltenden Pfadfindern zum weiteren gemütlichen Beisammensein inkl. "Feuerwache" übergeben werden konnte.



















Fotos Johannes Muckelmann-Jöckel (DPSG Ahl/Salmünster, herzlichen Dank):




























