Pressedienst der Feuerwehr Bad Soden-Salmünster
Presse-Mitteilung / Bürger-Information vom 06.07.2010
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Undichter Öltank in der Bad Sodener Innenstadt
Heizöl lief aus – Feuerwehr war über 2 Stunden im Einsatz
Bei Bauarbeiten wurde am Dienstagnachmittag in der Bad Sodener Innenstadt ein unterirdischer Öltank freigelegt. Dabei wurde festgestellt, dass dieser undicht war und Heizöl in größeren Mengen ausgelaufen war. Die Feuerwehr Bad Soden war über zwei Stunden im Einsatz, um das Leck zu stopfen und die verschmutzte Flüssigkeit abzupumpen.
Die Feuerwehr Bad Soden wurde am Dienstag um 17.48 Uhr zu einem Umwelteinsatz in der Bad Sodener Innenstadt gerufen. Bei Tiefbauarbeiten in der Badestraße war in unmittelbarer Nähe des ehemaligen Hessenhofes ein unterirdischer Öltank entdeckt und behutsam freigelegt worden. Wenige Stunden später stellte ein Bad Sodener Bürger in der Baustelle fest, dass Öl aus dem alten Tank ins Aushubloch lief.
Die Feuerwehr Bad Soden fand einen alten 10.000 Liter-Heizöl-Tank vor, der an zwei Stellen aufgrund Durchrostung leckte. Der Boden des knapp zwei Meter tiefen Aushublochs war bereits bis zu dreißig / vierzig Zentimeter mit einer verschmutzen Flüssigkeit aus dem Tank bedeckt. Um das weitere Eindringen in den Boden und ins Grundwasser zu verhindern, musste zunächst das Leck abgedichtet und die Flüssigkeit aus dem Loch und schließlich dem Tank entfernt werden.
Mit einer zweiteiligen Steckleiter und in Ölschutzkleidung stiegen Feuerwehrmänner hinab. Mit Holzpflöcken wurden die zwei Roststellen abgedichtet, so dass der Tank keine Flüssigkeit mehr verlieren konnte. Anschließend wurde mit einer Mineralöl-Umfüllpumpe zunächst das Aushubloch weitestgehend von der Flüssigkeit entfernt. Durch den festen Lehmboden wurde das Eindringen in tiefere Grundwasserschichten verlangsamt, so dass die Feuerwehr einen größeren Umweltschaden verhindern konnte.
Mittels einer Wassernachweispaste für Behälter mit Treibstoffen, Heizöl oder anderen nicht mit Wasser mischbaren Flüssigkeiten wurde gleichzeitig der Tankinhalt überprüft. Ein Stab wurde mit der Paste eingerieben und in den Tank geführt. „Dabei haben wir aufgrund der Indikations-Verfärbung festgestellt, dass sich in dem Tank noch etwa 70 Zentimeter Wasser und eine Schicht von 10 bis 15 Zentimetern Heizöl befand.“, erklärte der Einsatzleiter, Stadtbrandinspektor Oliver Lüdde zuerst den Feuerwehrleuten und nach dem Einsatz speziell noch einmal neugierigen Jungen und Mädchen der Jugendfeuerwehr aus Ahl und Bad Soden.
Für das Auspumpen des Loches sowie anschließend des Tankes wurden drei spezielle Flüssigkeits-Behälter mit jeweils 1.000 Liter Fassungsvermögen bereitgestellt. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr pumpten insgesamt etwa 1.400 Liter verschmutzte Flüssigkeit (Heizöl und Wasser) hinaus. Die Baufirma Weisgerber stand mit einem Bagger bereit für eventuelle Nachgrabarbeiten. Die Feuerwehr Bad Soden sicherte den Bereich zunächst ab und sorgte sicherheitshalber für den Brandschutz mit verschiedenen Löschmitteln. Vor Ort war neben dem Kreisbrandmeister Winfried Kirchner (Bad Soden) auch die Untere Wasserbehörde, der Bauhof der Stadt sowie ein Rettungswagen (RTW) des DRK (Rettungswache Bad Orb) zur Bereitstellung.
Die Feuerwehr Bad Soden war mit Löschgruppenfahrzeug (LF 20/16), Gerätewagen-Logistik (GW-L) und Mannschaftstransportfahrzeug (MTF) vor Ort. Außerdem war der Einsatzleitwagen (ELW) für die Koordination im Einsatz.
Der Einsatz konnte für die Feuerwehr kurz nach 20 Uhr beendet werden.
Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag
gez. Frank L. Seidl
Pressedienst Feuerwehr Bad Soden-Salmünster
Fotos: Frank L. Seidl (Feuerwehr Bad Soden-Salmünster)















