Pressedienst der Feuerwehr Bad Soden-Salmünster
Presse-Mitteilung / Bürger-Information vom 10.11.2010
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Feuerwehr rettet Kätzchen vor dem Ertrinken
Aufmerksamer Bürger alarmiert die Feuerwehr Bad Soden-Salmünster
Am Mittwochabend wurde die Feuerwehr Bad Soden-Salmünster zu einer Tierrettung an der Heublosbrücke in Salmünster gerufen. Dort hatte sich eine kleine Katze im Geäst verfangen und drohte, in die reißende Kinzig zu stürzen. Die Feuerwehr-Einsatzkräfte konnten das kraftlose Kätzchen nach wenigen Minuten aus seiner Zwangslage befreien und in ein Tierheim zum Aufpeppeln bringen. Wer seine Katze vermisst, kann sich direkt an das Tierheim im Hohmühlenweg in Bad Soden wenden oder Kontakt mit der Feuerwehr aufnehmen.
Die Freiwilligen Feuerwehren aus Salmünster und Bad Soden wurden am Mittwochabend um etwa 18.50 Uhr zu einem Tierrettungseinsatz gerufen. Ein tierfreundlicher Bürger hörte bei seinem Spaziergang in der Münsterbergstraße plötzlich den deutlichen „Katzenjammer“ neben der Heublosbrücke. Am Abhang zur Kinzig hatte sich ein Kätzchen im Geäst verfangen und konnte sich nicht mehr selbst befreien. Die Katze drohte abzurutschen und in die Kinzig zu stürzen.
Um eine größere Aufregung und eventuelle Panikreaktionen bei dem Tier zu vermeiden, kam die Feuerwehr Salmünster lediglich mit ihrem Rüstwagen und drei Einsatzkräften zur Erkundung. Weitere Einsatzkräfte waren im Feuerwehrhaus in Bereitschaft. Unter Eigensicherung mit Leinen wagte sich ein Feuerwehrmann behutsam nach unten zu dem immer noch jämmerlich maunzenden Kätzchen vor, immer bedacht, nicht abzurutschen und selbst in die Kinzig zu fallen. Nach nur wenigen Minuten konnte der Feuerwehrmann die völlig erschöpfte, aber gerettete Katze in seinen Armen halten. Die Feuerwehr Bad Soden kam den Salmünsterer Kameraden mit einer Tier-Transportbox zu Hilfe. Die Katze wurde zunächst in das Bad Sodener Tierheim im Hohmühlenweg zum Beruhigen und zur Pflege gebracht. Sollte jemand seine Katze vermissen, so rät die Feuerwehr, direkt im Tierheim nachzufragen. Den Kontakt stellt nötigenfalls auch die Feuerwehr her.
Tierrettungen werden in der Öffentlichkeit manchmal belächelt. Oft drängt sich ein klischeehaftes Bild auf. Während Pfadfinder Omas über die Straße helfen, bringen ihnen Feuerwehrmänner das Kätzchen wieder vom Baum herunter. In beiden „Fachkreisen“ wird dann manchmal gescherzt: Die Oma wollte natürlich gar nicht über die Straße. Und die Katze sprang den Helfern beim Rettungsversuch über den Kopf und war schneller vom Baum herunter als man schauen kann (die praktische Feuerwehrtaktik der „Selbstrettungsanimation“). Ernsthaft betrachtet ist es tatsächlich so, dass Katzen manchmal einen hilflosen Eindruck machen, aber sich im Zweifel doch retten können. Die Feuerwehr kennt solche Tierrettungseinsätze auch: „Katze auf Baum“, „Entenfamilie im Gulli“, „Schlange im Lichtschacht“ oder „Schwan auf See eingefroren“ sind dann eher die harmlosen. Aber es gibt auch Tierrettungen, die hoch dramatisch und kompliziert sind. Und nicht immer ungefährlich für die Einsatzkräfte.
Für die Bürgerinnen und Bürger heißt das: Befindet sich ein Tier in einer Zwangslage und kann sich nicht selbst befreien, zögern Sie nicht, die Feuerwehr zu rufen. Ob ein Einsatz möglich oder nötig ist, beurteilt die Feuerwehr dann vor Ort, wägt auch das Risiko für die Einsatzkräfte ab. Schließlich soll es zum Schluss nicht heißen: „Tier gerettet, Feuerwehrmann abgestürzt“.
Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag
gez. Frank L. Seidl
Pressedienst Feuerwehr Bad Soden-Salmünster















