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Endlich ist es soweit! Dank Konjunkturpaket der Bundesrepublik, der Stadtverwaltung Bad Soden-Salmünster und des Vorstandes kann der lang ersehnte Um- und Anbau an das Gerätehaus Salmünster endlich in Angriff genommen werden. Das im Jahre 1975 erbaute und nun 35 Jahre alte Gerätehaus bedarf dringend einer Sanierung und Erweiterung.

Die geplanten Umbaumaßnahmen stellte der Bürgermeister Herr Lothar Büttner auf der Jahreshauptversammlung am 20.03.2010 vor und begründete noch einmal wie wichtig diese Maßnahmen seien.
Allerdings betonte er auch, das trotz der Finanzspritze aus dem Konjunkturpaket, viele Arbeiten bei diesem Umbau in Eigenleistung durch die Mitglieder der Feuerwehr Salmünster erbracht werden müssen.

Und somit starte man umgehend am 03.04.2010 mit den notwendigen Erdarbeiten.

Bei dem Umbau ist geplant, das Gerätehaus zu Erweitern, da der vorhandene Platz nicht mehr ausreicht um neue Vorschriften umsetzen zu können und um der Feuerwehr mehr Platz für die Durchführung Ihrer Aufgaben zu geben. Deshalb sollen folgte Um- und Anbauten stattfinden:

Erdgeschoss des Gebäudes
Auf der Rückseite des Hauses soll ein Anbau erfolgen. Weiterhin soll das komplette Erdgeschoss umgebaut werden um folgende Räume zu schaffen:

  • Werkstatt mit direkten Zugang zur Fahrzeughalle
  • Lagerraum
  • Toiletten für Damen und Herren
  • Duschen mit Umkleide für Damen und Herren
  • Umkleide für die Jugendfeuerwehr
  • Kleines Büro (vorhanden)
  • Stiefelwaschplatz (vorhanden)

Erstes Obergeschoss des Gebäudes
Auf Höhe des ersten Obergeschosses soll auf der Vorderseite des Hauses zwei Räume entstehen. Hierzu wird der Boden für diese beiden Räume auf Pfeiler gestellt und somit noch der Eingangsbereich des Gebäudes überdacht. Der Anbau auf der Rückseite des Gebäudes wird dazu genutzt um den vorhanden Mehrzweckraum zu vergrößern. Somit werden folgende Räume geschaffen:

  • großer Mehrzwecksaal
  • Küche (vorhanden)
  • Zusätzlicher Raum zur Küche
  • Büro für Einsatzleitung

Dachgeschoss des Gebäudes
Das vorhandene Flachdach soll gegen ein Satteldach mit einem Kniestock ersetzt werden. Dieses Dachgeschoss soll komplett ausgebaut werden. Hier entstehen folgende Räume:

  • Schulungsraum
  • Büro für Wehrführung, Jugendwarte und Katastrophenschutz
  • Aufenthaltsraum für die Jugendfeuerwehr
  • WC
  • Büro für den Förderverein

Bilder zu diesem Umbau finden Sie in unserem Photo-Tagebuch in unserer Bildergalerie. Hier möchten wir nach Möglichkeit alle Schritte des Ausbaus dokumentieren.

FH_Salm_Umbau

Das Feuerwehrhaus der Feuerwehr Salmünster befindet sich an der Ecke Hausener Straße, Weinstraße und Am Palmusacker. Durch diese zentrale Lage ist es möglich, schnell zu einem Einsatz auf der A66 oder dem Stadtgebiet Bad-Soden Salmünster sowie dessen Stadtteile zu gelangen.

Das 1975 erbaute Feuerwehrhaus bietet der Einsatzabteilung mit ihrern vier Fahrzeugen und der notwendigen umfangreichen technischen Ausrüstung Platz. Weiterhin befindet sich noch die Jugendfeuerwehr und der Förderverein unter diesem Dach.

Die Fahrzeughalle bietet ingesamt 5 Stellplätze für die Fahrzeuge. Hinter den Stellplätzen an der Rückwand der Fahrzeughalle befindet sich die Garderobe mit der Einsatzkleidung für die Feuerwehrfrauen und Männer. Die Fahrzeughalle ist mit einer Abgasabsauganlage ausgestattet, so das die Feuerwehrleute sich nicht im Abgasdunst umziehen und für den Einsatz fertig machen müssen. In der Fahrzeughalle befindet sich noch ein kleines Büro für die Einsatzleitung, welches mit Funk (2m und 4m), Telefon, Fax und einem PC-Arbeitsplatz ausgerüstet ist.
In dem rechts an die Fahrzeughalle anschließendem Gebäude befinden sich im Erdgeschoss noch Lagerräume, einem Büro für den Förderverein, Toiletten, Stiefelwaschplatz und ein Raum für die Jugendfeuerwehr.

Beim jahrelangen Umbau in großer Eigenleistung wurde bis etwa 2010 die Grundfläche des Anbaus und die Obergeschosse erweitert. Im Erdgeschoss findet sich nun mehr Platz für Werkstatt, Lager, Toiletten und Duschen. Im ersten Obergeschoss konnte der Unterrichtsraum erweitert werden und 2019 auch die Theke vervollständigt werden. Hier gibt es noch neben der kleinen Bestandsküche noch einen weiteren Küchenraum mit Spüle, Anrichte und Konvektomat für den Lehrgangs- und Festbetrieb, daneben ein Besprechungsraum. Im Dachgeschoss befindet sich der Jugendraum, eine Bedarfstoilette und weitere Räumlichkeiten für den Verein, die Jugendfeuerwehr-Kleiderkammer, die Technische Einsatzleitung etc.

Mehr Infos zum Umbau 2010

Feuerwehr Salmünster

Feuerwehrhaus Salmuenster 2020 001

Feuerwehrhaus Salmuenster 2020 002

 

 

Anschrift des Feuerwehrhauses der Freiwilligen Feuerwehr Salmünster

Hausener Straße 1
63628 Bad Soden-Salmünster

Telefonnumer: 06056 8111

 

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Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Kerbersdorf

 

   1963 

Der Verein zur Freiwilligen Feuerwehr Kerbersdorf wurde am 10. Februar 1963 gegründet. Als erster Vorsitzender und Ortsbrandmeister wurde Lorenz Münch gewählt. Sein Stellvertreter war damals Rudolph Weber.

 

   1964        

Im Jahr 1964 legte Lorenz Münch das Amt des 1. Vorsitzenden nieder. Sein Nachfolger wurde Fritz Ploep.

 

   1966    

Im Jahr 1966 wurde Franz Lauer zum neuen 1. Vorsitzenden gewählt. Dieses Amt begleitete er bis in das Jahr 1999.

 

   1972  

Im Jahr 1972 wurde die Jugendfeuerwehr mit 14 Jugendlichen gegründet.

 

   1973  

Im Jahr 1973 wurde das 10-jährige Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr  mit einem großem  Fest gefeiert.

 Zu den Feierlichkeiten gehörte auch die Fahnenweihe. Die Fahne wurde vom Ehrenbürger Georg Spang gestiftet.

Im gleichen Jahr, am 25. Mai, wurde das erste selbstfahrende Feuerwehr-Fahrzeug, ein Tragkraftspritzenfahrzeug der Marke Ford Transit von Bürgermeister Josef Leistenschneider an die Wehr Kerbersdorf übergeben.

 

   1978  

1978 konnte die Jugendfeuerwehr ihren ersten großen Erfolg verzeichnen. Sie belegte einen hervorragenden zweiten Platz bei den Stadtmeisterschaften in Katholisch-Willenroth.

 

   1979  

Am 20. August 1979 wurde die Wehr vor ihre bisher größte Bewährungsprobe gestellt. Ein Brand auf dem Anwesen der Familie Lauer in der Ulmbacher Straße, bei dem Scheune und Stallungen niederbrannten, forderte die Wehrmänner.

Bei dem alljährlichen stattfindenden Stadtfeuerwehrtag belegte die Einsatzabteilung beim Tauziehen einen beachtlichern 2. Platz.

An der gleichen Veranstaltung belegte die Jugendwehr bei den Stadtmeisterschaften einen ebenfalls beachtlichen 2. Platz.

 

   1981  

Zu einem weiteren Großeinsatz mussten die Einsatzkräfte am 13. Juni 1981 ausrücken. In den frühen Morgenstunden war es zu einem Brand an dem ehemaligen Anwesen des Landwirtes Willi Hergenröder gekommen. Die Feuerwehrmänner konnten - trotz der starken Wärmeentwicklung - ein Übergreifen auf  die Nachbar-Gebäude verhindern.

 

   1983  

Im Jahr 1983 konnte sich die Jugendfeuerwehr an die Spitze der Jugendwehren im Aktkreis Schlüchtern setzen. So konnte die Jugendwehr neben mehreren Siegen im Altkreis Schlüchtern zum ersten Mal die Stadtmeisterschaft für sich entscheiden.

 

   1984  

1984 wurde während einer kleinen Feier die Grillhütte  am Glasberg eingeweiht.

 

   1985  

1985 konnte die Jugendfeuerwehr ihren Erfolg der vergangenen Jahre unter Jugendfeuerwehrwart Winfried Zylenas krönen. Sie wurden Kreismeister und qualifizierten sich somit für den Landesentscheid in Lauterbach, bei dem sie einen hervorragenden 4. Platz belegten.

 

   1987  

Der langjährige Jugendwart Winfried Zylenas wurde 1987 zum Wehrführer gewählt. Sein Amt als Jugendwart übernimmt im gleichen Jahr Franz-Josef Henrich.

Das 25-jährige Vereinsjubiläum wurde im August 1987, in Verbindung mit dem Stadtfeuerwehrtag, mit einer mehrtägigen Festveranstaltung gefeiert.

 

   1990  

Das Jahr 1990 war für die Einsatzabteilung sehr bewegend. So musste man zu neun Einsätzen ausrücken. Unter anderem wurde ein kleiner Waldbrand bekämpft, Sturmschäden im Rahmen des Sturmtiefs „Wiebke“ beseitigt, Heustockmessungen durchgeführt und Sicherungsmaßnahmen nach einem Blitzschlag in eine Hochspannungsleitung eingeleitet.

Im Jahr 1990 wurde auch das erste Tragkraftspritzenfahrzeug (Ford Transit) aus dem Jahr 1973 gegen ein neues TSF (Mercedes) ersetzt. Die Einweihung fand mit zusammen mit dem neuen Ahler TSF in Ahl statt.

 

   1998     

Eine groß angelegte Waldbrandübung, bei der eine Wasserförderung von der Salz bis unterhalb der „Bänkelchen“ erprobt wurde, war einer der Schwerpunkte im Jahr 1998.

Ein weiteres Highlight war der 1. Platz der Jugendfeuerwehr bei den Wettspielen während des Stadtfeuerwehrtages in Bad Soden.

 

   1999  

Bei der Jahreshauptversammlung 1999 legte Franz Lauer sein Amt als 1. Vorsitzender aus alters- bzw. gesundheitlichen Gründen nieder. Sein Nachfolger, Franz Josef Henrich, wurde einstimmig gewählt.

Franz Lauer, der 35 Jahre Vorstandsarbeit leistete, wurde zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Eine weitere Herausforderung beim Wohnungsbrand, bei Robert Schultheiß / Wölfchesweg, konnte die Einsatzabteilung hervorragend bewältigen.

 

   2000    

Im ersten Jahr seines Vereinsvorsitzes organisierte  F.J. Henrich einen Vereinsausflug in das Atomkraftwerk Biblis.

Die Einsatzabteilung hatte in 2000 einen Einsatz zu bewältigen (Waldhüttenbrand von Heinrich Lauer).

 

   2001  

Die Einsatzabteilung unternahm im Herbst des Jahrs 2001 ihren ersten Wandertag, der in den darauf folgenden Jahren zur Tradition wurde.

 

   2002  

Bei ihrer Paradedisziplin, dem Tauziehen, konnte die Einsatzabteilung bei dem Stadtfeuerwehrtag 2002 in Ahl einen weiteren Sieg mit nach Hause nehmen. Auch beim einzigen Einsatz in 2002, ein Hochwassereinsatz in der Ziegelhüttenstraße,  konnte die Wehr ihre Stärke zeigen.

 

   2003  

Im  Vereinsjahr 2003 musste die Wehr nach unwetterartigen Regenfällen zu weiteren  Hochwassereinsätzen im Stadtgebiet ausrücken.

Das Jahr 2003 war für die Wehr ein Jubiläumsjahr. So wurde bei einem Fest am Glasberg das 40-jährige Bestehen der Feuerwehr gefeiert.

 

   2004  

In 2004 während des Familientages überreichte der Bürgermeister, Lothar Büttner, dem Verein zwei Fußballtore für den Bolzplatz am Glasberg.

Die Einsatzabteilung wurde vier mal angefordert, unter anderem zu einer Heustockmessung und zu drei kleinen Unterholzbränden.

 

   2005    

In 2005 war die Einsatzabteilung nur zu einem Hochwassereinsatz nach Bad Soden gerufen worden. Es wurden jedoch zwei groß angelegte Einsatzübungen am Lehrerhaus bzw. am Schulhaus in Verbindung mit der Wehr Huttengrund durchgeführt, wobei die Grundschulkinder durch den  vernebelten Flur mit Fluchthauben und über Steckleitern „gerettet“ wurden.

 

   2006  

Das Jahr 2006 sollte für die Feuerwehr große Ereignisse bringen.

So wurde das Gerätehaus während der Fußball-WM zum Anziehungspunkt für die Vereinsmitglieder. Denn der für Ausbildungszwecke neu angeschaffte Beamer wurde kurzer Hand in der Fahrzeughalle an die Decke montiert und die Spiele der WM an einer Leinwand wiedergegeben.

Die Einsatzabteilung musste zwei Mal zu Hochwassereinsätzen und zu einem Wohnungsbrand an der Hilpertsmühle ausrücken.

 

   2007  

Der Wehrführer Winfried Zylenas stellte sein Amt nach 20 Jahren in 2007 aus  gesundheitlichen  Gründen zur Verfügung. Ebenso trat auch sein Stellvertreter Bernd Mathes aus zeitlichen Gründen von seinem Amt zurück.

Als neuer Wehrführer wurde Jürgen Seipel, als stellvertretender Wehrführer Manuel Münch, jeweils einstimmig von der Einsatzabteilung gewählt.

Letzterer konnte schon während den ersten drei Monaten seiner Amtszeit zwei Einsätze als Einheitsführer leiten.  

 

 

Zusammengestellt von Jürgen Seipel (Feuerwehr Kerbersdorf).

 

Stand: 27.09.2011  

 

 

 

Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Ahl

     Die FEUERWEHR AHL im 18. Jahrhundert   


Der Eintrag im Pfarrbuch Salmünster ist als früher Beweis gegenseitiger Löschhilfe benachbarter Ortschaften zu werten.

Originaltext:
„Am 23.08.1782 nachmittags schlägt in Ahl der Blitz in vier mit Feldfrüchten gefüllte Scheunen und vernichtet sie durch Brand. Die Leute aus Salmünster, Soden und Steinau wenden alle Mühen darauf, die Flammen zu löschen.“

 

     Die FEUERWEHR AHL im 19. Jahrhundert          

Zum Ausgang des 19. Jahrhunderts setzen sich fast alle Feuerwehren des Bergwinkels aus Wehrpflichtigen zusammen. Zu ihnen gehörten die männlichen Dorfbewohner von 16 bis 60 Jahren. Die Wehren standen unter Aufsicht des Landrates, der für die einzelnen Amtsbezirke Oberbrandmeister einsetzte. Diese Männer hielten Übungen ab und führten Revisionen durch. Die Ergebnisse der Besichtigungen wurden jedes Jahr dem Landrat gemeldet und verrieten für das Jahr 1879 ein wenig vertrauenserweckendes Bild. Auszug aus dem Protokoll: „Ahl: Organisation schlecht, Leistungen ungenügend.“

Genau wie in unserer Zeit füllten auch schon 1879 Meldungen über die Feuerwehr die Spalten der Lokalzeitungen. Stehen heute neben Brandbekämpfung, Katastropheneinsatz und Feierlichkeiten meist Spezialausbildung und Kooperation mit dem Deutschen Roten Kreuz und dem Technischen Hilfswerk im Mittelpunkt der Berichterstattung, so war es vor 100 Jahren meist nur Feuerbekämpfung.

So war im Januar 1879 folgende Meldung zu lesen (Originaltext):

„Am 27. des Monats mittags 2 Uhr bemerkt man dicke Rauchwolken aus der Scheuer des hiesigen Schweinehirten H. heraus qualmen. Schnell herbeigeeilte Hilfe verhinderte jedoch den Ausbruch eines gefährlich werden könnenden Feuers. Der 5 jährige Knabe des Besitzers der Scheuer hatte mit Streichzündhölzchen gespielt und in der Scheuer befindliches Stroh benutzt, um ein Feuerchen anzumachen. Ein neues Warnungszeichen für Eltern, ihren Kindern die gefährlichen Streichfeuerzeuge wo weit als möglich aus dem Wege zu legen.“

Die Löschgeräte, welche zu dieser Zeit zur Verfügung standen, waren: Feuereimer aus Segeltuch und verzinkte Eimer; Uniformen gab es noch nicht. Die Alarmierung geschah mit der Schulglocke.

      Die FEUERWEHR AHL im 20. Jahrhundert      

   1911   


Die damaligen Löschgeräte waren nicht gerade die besten. So kämpfte man 1911 auch vergeblich den Stallungs- und Scheunenbrand auf dem Anwesen Ellenbrand (jetzt Ewald Wolf) mit einer neu angeschafften Handdoppelkolbenpumpe und zehn Zinkeimern zu verhindern.

   1913 - 1919   


1913
folgte ein Dachstuhlbrand im Hause Amberg und 1919 fielen die landwirtschaftlichen Anwesen von Bonifaz Gärtner und Sebald Walter den Flammen zum Opfer.

   1920  


Durch den Bau einer Wasserleitung im Jahre 1920 wurde die Brandbekämpfung in Ahl erheblich leichter. Man musste jetzt nicht mehr mit vier starken Männern die Handdoppelkolbenpumpe bedienen, sondern man konnte jetzt das Element Wasser mit Hilfe eines Standrohrs aus dem Hydranten entnehmen. Während dieser Zeit der Pflichtfeuerwehr verfügt Wendelin Ottmann als Brandmeister über das Kommando.

Die Vereinsgeschichte, die sich nur mit Mühe wiedergeben lässt, ist nicht sehr reichhaltig, da die Wirren des Krieges fast alle Unterlagen vernichtet haben.

    DIE FEUERWEHR AHL IM GRÜNDUNGSJAHR 1935    


In dem Original-Vereinsregister aus dem Jahre 1934 ist zu lesen, dass der Vorstand der Freiwilligen Feuerwehr Ahl in Salmünster (Amtsgericht Salmünster, heute Amtsgericht Schlüchtern) am 30. November 1934 den Verein wie folgt eintragen ließ:

Chronik_Ahl_-_Gruendungsprotokoll

 

Name und Sitz des Vereins: Freiwillige Feuerwehr Ahl in Ahl

Satzung:           Die Satzung ist am 10. Februar 1934 errichtet

Vorstand:         Johann Amberg, Wilhelm Amberg, Alois Walter, Hubert Pachten, Alois Hummel, Bonifaz Walter, Heinrich Ottmann

Sämtlich in Ahl

Salmünster, den 30. November 1934

Wie aus dieser Urkunde zu ersehen ist, ist unser Verein eigentlich schon im 76. Gründungsjahr, aber wie wir Ahler nun einmal sind, haben wir es nicht so eilig alt zu werden.

Das einzige Original, was uns aus den Gründungstagen überliefert wurde, ist das Beitragsbuch, welches auf seiner ersten Seite folgenden Eintrag aufzeigt:

"Laut Beschluß des Führerrates vom 01.04.1935 werden 10 Pfennig Beitrag pro Mitglied und Monat bezahlt.

Ahl, den 01.04.1935                                                                      Der Brandmeister Amberg"

Die Liste der Mitglieder weist für das Rechnungsjahr 1935 folgende 30 Namen auf:

Johann Amberg

(Lange Amberg)

Brandmeister

Bonifaz Hummel I

(Bonifäzje)

Ortsdiener

Wilhelm Amberg

(Hohlamberg)

Hubert Pachten

Alois Hummel

(Hummel-Schmied)

Heinrich Ottmann

Alois Walter

(Walters-Alois)

Gregor Schiffauer

Anton Dietrich

(Katzhoff)

Isidor Leipold

(Pfeiferje)

Wendelin Hummel I

Johann Noll

(Wagners)

Heinrich Kress I

(Hannert)

Benedikt Dietrich

(Kluge)

Kilian Röhrig

(Mattje)

Bonifaz Hummel II

Bernhard Hüfner

(Christianje)

Heinrich Kress II

(Benedikts-Heinje)

Johann Nix

(Nixje)

Josef Adrian

Heinrich Adrian

Lorenz Klübenspieß

(Helmek)

Wilhelm Wiederspahn

(Januar´s)

Alois Dietrich

(Katzhoff)

Paul Erhard

(Wirts-Paul)

Wendelin Hummel II

(Wellems)

Bürgermeister

Kilian Nix

(Nixje)

Christian Schmitt

(Sofieje)

Fritz Graul

(Josep-Josep)

August Amberg

Bürgermeister 1952 - 1974

Gemessen an der damaligen Einwohnerzahl, die bei ca. 260 lag, kann man beinahe sagen, dass die Beteiligung an dieser neuen Einrichtung sehr rege war. Es waren fast alle Landwirte und Hausbesitzer in die Freiwillige Feuerwehr eingetreten.

Aus Zeitmangel beauftragte der Brandmeister Johann Amberg den Mitbegründer Josef Adrian zum Besuch der Feuerwehrschule in Kassel, um dort einen Grundlehrgang zu besuchen, welchen Josef Adrian 1937 auch mit Erfolg absolvierte.

Gerne erinnerten sich die Gründungsmitglieder an die Tage zurück, wo sie im Gasthaus Erhard auf Einladung des damaligen Kreisbrandmeisters Heinrich aus Bad Soden zusammenkamen und die Freiwillige Feuerwehr in s Leben riefen.

Bei dem Wirt Julius Erhard gab es zur damaligen Zeit einen Korn für 9 Pfennig und das Glas Bier, welches die Feuerwehrleute von damals auch nicht verachteten, für 15 Pfennige.

Uniformen gab es nicht für alle Feuerwehrleute, sondern nur der Brandmeister hatte einen Kittel und eine Mütze. Von den 30 Gründungsmitgliedern waren ca. 2/3 auch aktiv. Dem Brandmeister Johann Amberg und dem damaligen Bürgermeister Wendelin Hummel (gest. 1970) ist eine Verbesserung des Brandschutzes wegen der schlechten wirtschaftlichen Lage nicht gelungen, sie mussten mit dem auskommen, was sie bereits an Geräten besaßen.

Während des Krieges ruhte das Vereinsleben zwar, aber der Brandschutz musste mit einigen wenigen Männern, die nicht am Kriegsgeschehen teilnahmen, aufrechterhalten werden.

Infolge des Rückzuges der Deutschen und der Besatzung durch amerikanische Soldaten in Ahl in den Monaten März und April mehrmals durch Brände heimgesucht. Am 30. März wurde das Anwesen Pachten durch Feuer teilweise vernichtet. Es wurde mit Schlauchleitung gelöscht. Die Anwesen Ellenbrand und Dietrich wurden mit Eimern vom Dorfbrunnen gelöscht.

 

 

    DIE FEUERWEHR IM AUFBAU NACH DEM 2. WELTKRIEG   

Die Zeit nach dem Kriege ist für alle eine Zeit des Aufbaues geworden, auch in der Gemeine Ahl blieb diese Zeit nicht stehen.

  1948  


Als Nachfolger des Brandmeisters Johann Amberg, er wurde 1946 zum Bürgermeister gewählt, fand 1948 Alois Hummel eine gute Aufgabe. Als Gründungsmitglied kannte Alois Hummel die Probleme der Freiwilligen Feuerwehr am besten, und er verstand es, den Feuerschutz in der Gemeinde Ahl am wirtschaftlichen Aufschwung teilhaben zu lassen.

  1951  


1951
wurden unter anderem Uniformen und die erste Motorspritze (Marke DKW) angeschafft. Und gleich in der Erntezeit dieses Jahres musste man die Neuanschaffungen einsetzen. Abends gegen 21:30 Uhr brannte das gesamte Anwesen Pachten. Das Wohngebäude konnte man dank der hinzueilenden Wehren Steinau und Salmünster retten, die Stallungen und die Scheune jedoch brannten bis auf die Grundmauern nieder. Der Verlust an Vieh: 1 Bulle und 2 Säue

  1952  


1952
konnte man ein Feuerwehrfest feiern, wobei auch die benachbarten Wehren zu einer gemeinsamen Löschübung antreten konnten. Die Schule galt als Brandobjekt, die Rettung der Schüler erfolgt mittels Schlauchrutsche.

Unser Kassenbuch weist 1952 folgende Eintragung auf:

"Laut Beschluß der Mitgliederversammlung vom 01.04.1952 werden 20 Pfennig Beitrag pro Mitglied und Monat bezahlt.

Ahl, den 01.04.1952                                                                                       Der  Brandmeister"

Der Verein zählt mittlerweile 56 Mitglieder, und die Aktiven besucht Feuerwehrfeste und Verbandstage im Kreis Schlüchtern. Vordergründig bei diesen Veranstaltungen war die Pflege der Kameradschaft innerhalb des eigenen Vereins und mit den Nachbarwehren. Dass dies wohl gelungen ist, zeigen die Erinnerungsfotos von 1952.

   1953    


Nach wenigen personellen Veränderungen im Vorstand waren die fünfziger und sechziger Jahre geprägt durch Modernisierungen in der Ausrüstung aufgrund der verbesserten Wasserversorgung.

Noch mit der Handsirene musste am 24.03.1953 bei einem Brand des Anwesens Erhard (Wirts-Oskar) alarmiert werden, als wieder einmal der rote Hahn auf der Scheune saß.  Auch das Anwesen Ringelmann (Bild unten) wurde bei diesem Brand in Mitleidenschaft gezogen. Der damalige Ortspolizist alt aus Schlüchtern, der zusammen mit Oskar Erhard von Salmünster kommend an den Brandherd kam, sagte: "Im Leben fahre ich nicht mehr mit jemanden, bei dem es zu Hause brennt."

 

   1964    


Eine verbesserte Feuermeldung gewährleistete die Installierung einer Sirene auf dem Dach der Gaststätte Erhard (Heute Holzwurm) 1964.

 

   1966  

Ein größeres Ereignis war 1966 die Anschaffung eines Tragkraftspritzenanhängers (TSA), welcher mit einer neuen Tragkraftspritze TS 8/8, Marke Bachert, ausgerüstet wurde. Diese Neuanschaffung brachte eine wesentliche Erhöhung der Einsatzbereitschaft mit in das Vereinsleben.rößeresDer Bestand an Mitgliedern stieg auf 75 und man kassiert auch 50 Pfennig pro Mitglieder und Monat, um hier weiter die Uniformierung zu unterstützen.

Chronik_Ahl_-_Einsatzabtzeilung_im_Juni_1966

Foto: Chronik FF Ahl - Einsatzabteilung vor dem Spritzenhaus und einer Ziegler-Tragkraftspritze im Juni 1966
V.l.n.r.: Josef Nix, Heinrich Röhrig II, Josef Adrian, Alois Hummel, Richard Hummel, Heinrich Salzmann, Herbert Amberg, Kilian Noll, Wendelin Kress, Rudolf Ottmann, Brandmeister A. Hummel, Wolfgang Tatter
 

 

 

 

 

 

 

 

 

   1970  


1970
hat sich die Vereinsführung grundlegend geändert. Brandmeister und Vereinsvorsitzender, die bis dahin eine Person waren, wurden jetzt getrennt. Heinrich Röhrig wurde von der Hauptversammlung zum 1. Vorsitzenden und Alois Hummel weiterhin zum Ortsbrandmeister gewählt. Hierdurch sollte erreicht werden, dass man aktive und das passive Vereinsgeschehen noch besser in den Griff bekommt. Bedingt durch die intensivere Arbeit innerhalb des Vereins wurde im Dezember 1970 eine Jugendwehr gegründet. Mitbegründer der Jugendfeuerwehr war der damalige Gerätewart Willi Hofmann (tödlich verunglückt im Dezember 1976 in Ausübung seiner ehrenamtlichen Tätigkeit), dem es gelang, den guten Kontakt zur Jugend herzustellen und sie für die Aufgaben der Feuerwehr zu begeistern.

 

   1971  

 
1971 wurde Heinrich Röhrig zum neuen Ortsbrandmeister gewählt. Durch die jüngeren Kräfte an der Spitze der Wehr, Lehrgangsbesuche an der Feuerwehrschule und Unterricht im eigenen Aktiven-Kreis, gelang es, eine schlagkräftige Mannschaft von bald 30 Aktiven aufzustellen. Nun entstand Raumnot!

   1972  

1972 begann die Gemeinde Ahl in Eigenleistung durch die Gemeindearbeiter Josef Salzmann, August Kress und Rentner Wilhelm Amberg den Bau eines neuen Gerätehauses.  Nach der Eingemeindung Ahls zur Stadt Bad Soden, wurde das Feuerwehrgerätehaus von Bürgermeister Fritz Hamm fertiggestellt. In diesem Jahr wählte man auch Ernst Zengerle zum 1. Vorsitzenden.


   1973  


1973 ging ein lang ersehnter Wunsch für die Einsatzabteilung in Erfüllung. Die Feuerwehr bekam über die Landesbeschaffungsaktion ein Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF). Am 2. Dezember 1973 wurden das neue Gerätehaus neben der Schule und das neue Fahrzeug, ein Ford Transit (TSF) in einer Feierstunde ihrer Bestimmung übergeben. Grund zum Lachen hatten an diesem frostigen Tag die Zuschauer in Ahl, denn der gesamte Magistrat von Bad Soden musste nach Ahl laufen. Grund dafür war der  1. Fahrverbotssonntag wegen Benzinknappheit.

Ebenfalls 1973 wählt man Wolfgang Tatter zum 1. Vorsitzenden. Eine seiner ersten Aufgaben sah er darin, eine neue Vereinssatzung zu erarbeiten, welche auch am 09.04.1974 in das Vereinsregister beim Amtsgericht Schlüchtern eingetragen wurde. Unser Verein schreibt sich seitdem:                    Freiwillige Feuerwehr AHL e.V..

   1974  

Chronik_Ahl_-_Vorstand_1974

Chronik_Ahl_-_Einsatzabtzeilung_im_Juni_1966

Foto: Chronik FF Ahl - Einsatzabteilung vor dem Spritzenhaus und einer Ziegler-Tragkraftspritze im Juni 1966
V.l.n.r.: Josef Nix, Heinrich Röhrig II, Josef Adrian, Alois Hummel, Richard Hummel, Heinrich Salzmann, Herbert Amberg, Kilian Noll, Wendelin Kress, Rudolf Ottmann, Brandmeister A. Hummel, Wolfgang Tatter

Ein größeres Ereignis war 1966 die Anschaffung eines Tragkraftspritzenanhängers (TSA), welcher mit einer neuen Tragkraftspritze TS 8/8, Marke Bachert, ausgerüstet wurde. Diese Neuanschaffung brachte eine wesentliche Erhöhung der Einsatzbereitschaft mit in das Vereinsleben.rößeresDer Bestand an Mitgliedern stieg auf 75 und man kassiert auch 50 Pfennig pro Mitglieder und Monat, um hier weiter die Uniformierung zu unterstützen.

 

Der am 25. Januar 1974 gewählte Vorstand der Freiwilligen Feuerwehr AHL e.V. im "Bad Sodener Stadtanzeiger" vom 27. Februar 1974:
oben v.l.n.r.: Pressewart Helmut Amberg, Jugendfeuerwehrwart Klaus Jäckel, Stv. Ortsbrandmeister und Gerätewart Willi Hoffmann, unten v.l.n.r.: Kassenwart Rudolf Ottmann, 2. Vorsitzender Herbert Amberg, 1. Vorsitzender Wolfgang Tatter, Ortsbrandmeister Heinrich Röhrig, Schriftführer Kilian Noll.


   1975  


1975 arbeite man gezielt auf das 40 jährige Gründungsfest hin und hatte auch den gewünschten Erfolg tatsächlich erreicht. Größtes Risiko war hierbei die Kapelle „Kaiserlich-Böhmische-Musikanten“. Das Fest konnte man rundherum als gelungen bezeichnen. Auch der Festzug durch Ahl, mit verschieden Wagen und Fußgruppen war einzigartig.


   1976  


Im September 1976 veranstaltete unser Verein einen Vereinsausflug, welcher einen so starken Andrang fand, dass man auf zweimal fahren musste. Es gab einen 1 Tagesausflug und einen 2. Tagesausflug mit jeweils 57 Personen. Man besuchte das Feuerwehrmuseum, das Schloss in Weikersheim bei Bad Mergentheim und es gab eine Bootsfahrt auf dem Neckar.

Aber nicht nur zu vergnügen wurde stets eingeladen, sondern auch zum freiwilligen Einsatz zwecks Löschwasserversorgung der Bürger von Ahl. Nur ein Beispiel sie hier zu erwähnen:

Am Forsthaus in Ahl, wo auch unser 1982 verstorbenes Ehrenmitglied Wolfgang Böhm ein Wohnhaus hatte, legten Mitglieder der Einsatzabteilung in Eigenleistung einen Feuerlöschteich an.

   1980  


1980 kam ein neuer großer Abschnitt im Vereinsgeschehen. Auf Beschluss der Mitgliederversammlung wurde ein Banner angeschafft, welches mittels Spenden weitgehend finanziert wurde.

Als Patenwehr stand die Freiwillige Feuerwehr Huttengrund bei der feierlichen Zeremonie zur Verfügung. Schirmherr der fünftägigen Festlichkeiten war unser 1981 verstorbenes Ehrenmitglied Fritz Hamm. Gleichzeitig mit der Fahnenweihe konnte man auch das 10 jährige Bestehen der Jugendfeuerwehr Ahl feiern.

Am 17. Juni 1980 fanden aus diesem Grund ebenfalls die Kreisfeuerwehr-Jugendwettkämpfe statt, wobei 14 Mannschaften aus dem Altkreis Schlüchtern beteiligten.


   1981  


Aus Dankbarkeit gegenüber den Festhelfern startete man 1981 wiederum einen Vereinsausflug, welcher diesmal per Bahn in den Harz führte, und 111 Personen mit Wandern und Grillen begeisterte.


   1982   


Ein lang ersehnter Wunsch der Einsatzabteilung und der Jugendabteilung ging 1982 in Erfüllung. Das schon 1973 beantragte ehemalige Schulgebäude in Ahl wurde jetzt seiner neuen Bestimmung übergeben. Bereits 1980 begannen freiwillige Helfer den großen Schulraum als Unterrichts- und Schulungsraum für unseren Verein zu renovieren. Die Materialkosten wurden vom Verein übernommen, ebenfalls der Einbau der Gasheizung. Die Geschoßdecke wurde isoliert und abgehängt, sowie der ganze Raum tapeziert. Die Stadt Bad Soden-Salmünster finanzierte nur die Toilettenanlagen und die Baustoffe wie Fliesen etc. Eifrigster Mitarbeiter war hier ohne Zweifel unser Mitglied Lothar Hetzel. Mittels eines Gestattungsvertrages zwischen Stadt und der Freiwilligen Feuerwehr Ahl vom 20.04.1983 ist es auch allen Vereinen oder Organisationen möglich, unter Beteiligung der Heizkosten, den Raum zu nutzen.

Wendelin Kress erhielt das Brandschutzehrenabzeichen in Silber.

 


   1983  


1983 wurde der 1. VW-Bus, ein T 2, vom Verein angeschafft und in Eigenleistung zu einem Mannschaftstransportfahrzeug (MTF) umgebaut. Hier waren besonders Helmut Nix und Siegfried Schmitt die Initiatoren und die aktivsten Helfer. 

Chronik_Ahl_-_Einsatzabteilung_ca_1983

Foto: Einsatzabteilung Ahl mit Tragkraftspritzenfahrzeug von 1973 (Ford Transit) und den in 1983 neu angeschaften gebrauchten Mannschaftstransportwagen (heute Mannschaftstransportfahrzeug)                                        

Im August 1983 feierte man in Ahl den 8. Stadtfeuerwehrtag verbunden mit den Stadtmeisterschaften der Jugendfeuerwehren und der Abnahme der Leistungsspange. Neben der Ernennung des Wehrführers Siegfried Schmitt, stand auch die Verabschiedung des langjährigen Wehrführers Heinrich Röhrig im Vordergrund.

Nachdem Heinrich Röhrig nach 10 jähriger Wehrführertätigkeit aus Altersgründen ausschied, erhielt er nicht nur die Verabschiedungsurkunde, sondern auch aus der Hand des Bürgermeisters den Ehrenbrief des Landes Hessen.


   1984  


1984 nahm erstmals eine Fahnenabordnung der Freiwilligen Feuerwehr Ahl am Volkstrauertag teil. Später wurde gleichzeitig der alljährliche Kirchgang abgehalten. Zu Ehren der verstorbenen Mitglieder beteiligten sich inzwischen alle Abteilungen der Wehr am Gottesdienst und dem anschließenden Gang zum Ehrenmal.

Lothar Heil erhielt das Brandschutzehrenzeichen in Silber.

 


   1985  


In 1985 beging man unter der Schirmherrschaft des damaligen Landrates Rüger das Jubiläumsfest zum 50 jährigen Bestehen. Die Gründungsmitglieder Josef Adrian, August Amberg, Wilhelm Amberg, Fritz Grauel, Bernhard Hüfner, Bonifaz Hummel und Alois Walter erhielten als Dank und Anerkennung einen Florian in Wachs.

An der großen Alarmübung, die gemeinsam mit den Wehren aus Bad Soden und Salmünster am „Anwesen Gebhardt“ veranstaltet wurde, nahm mit der Bereitschaft Mernes auch erstmals eine Gruppe des Deutschen Roten Kreuzes teil. Am sonntäglichen Festzug beteiligten sich viele Ahler Vereine und Privatpersonen. Das halbe Dorf war aktiv dabei. Aufgrund widriger Wetterverhältnisse und einem gleichzeitig stattfindenden Sängerfest im Huttengrund blieben die Einnahmen aus den Festveranstaltungen weit unter den gesetzten Erwartungen.

 


   1987  


1987 wird als Krisenjahr in die Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Ahl eingehen. Durch einen desolaten Zustand in Einsatzabteilung und Vorstand war der Fortbestand der Wehr Ahl gefährdet. „Das Vor-sich-herschleichen und ständige Nichtstun ist schlimmer als ein Virus“, soweit ein Auszug aus dem Protokoll einer Krisensitzung dieses Jahres. Nach einer Neuordnung in den erwähnten Abteilungen ging man jedoch frischen Mutes neuen Zielen entgegen. So war 1987 auch gleichzeitig „Geburtsjahr“ des „Tages der offenen Tür“, an dem sich die Ahler Wehr seit dieser Zeit jährlich der Bevölkerung präsentiert. Vorführungen von Fettexplosionen, Fahrzeug- und Geräteausstellungen und die Bewirtung auf dem Schulhof sind Programmpunkte, die an diesem Tag immer wieder viele Besucher anziehen. Als besonders erfolgreich erwies sich in diesem Zusammenhang der „Tag der offenen Tür 1994“. „Zufällig“ führte an diesem Tag die Strecke der Radler des Radfahrtages „Kinzigtal total“ an unserem Gerätehaus vorbei und der eine oder andere legte seine Rast hier ein.

 


   1988  


Bei der Jahreshauptversammlung im Januar 1988 wurden Josef Harnischfeger und Eduard Gärtner für 50 jährige Mitgliedschaft geehrt und konnten durch Beschluss der Mitgliederversammlung zu Ehrenmitgliedern ernannt werden. Klaus Jäckel wurde zum neuen Wehrführer, Reinhold Dietrich zum stellvertretenden Wehrführer gewählt. Peter Wiederspahn übernahm die Jugendfeuerwehr als neuer Jugendwart. 1988 war auch das Jahr, in dem man sich vorstandsintern erste Gedanken über den Umbau bzw. Neubau des Gerätehauses machte. Das „Alte“ – mehr oder weniger nur ein Unterstellplatz für die Fahrzeuge – genügte einfach nicht mehr seinen Anforderungen. In den darauffolgenden Jahren tauchte in den Vorstandprotokollen immer wieder der Vermerk „nichts neues“ in Bezug auf den Fortgang auf. Die Geduld der Ahler wurde bis auf das äußerte strapaziert. Der „Bau“ wird nach dem Fest zum 60 jährigen Jubiläum das nächste große Projekt sein, bei dem die Wehr und viele aktive Helfer gefordert sind.

 

   1989  


Am 20.01.1989 wurde Erwin Bensing durch einstimmigen Beschluss der Mitgliederversammlung zum Ehrenmitglied ernannt. Im 55. Jahr ihres Bestehens hatte die Freiwillige Feuerwehr Ahl erstmals mehr als 200 Mitglieder und mit Martina Wiederspahn wurde die erste Frau von der Jugendfeuerwehr in die Einsatzabteilung übernommen. In Verbindung mit dem Deutschen Roten Kreuz bot die Ahler Wehr erstmals einen Erste-Hilfe-Kurs an, der mittlerweile schon zum dritten Male veranstaltet wurde.

 


   1990  


1990 konnte ein neues Fahrzeug eingeweiht werden. Im Zuge einer Landesbeschaffungsaktion erhielten die Wehren aus Kerbersdorf und Ahl je ein Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) von der Marke Mercedes. Von Vertretern beider Wehren wurden die Fahrzeuge am 07.12.1990 persönlich bei der Firma Ziegler in Giengen an der Brenz abgeholt. Die Übergabe, bei der Bürgermeister Bruno Döring in strömendem Regen symbolisch die Schlüssel überreichte, erfolgte am 29.12.1990 auf dem Schulhof in Ahl. Den kirchlichen Segen spendete Pater Niklaus Heinze OFM.

   1991  

1991 wurde der 16. Stadtfeuerwehrtag von der Wehr Ahl ausgerichtet. Neben den beim Stadtfeuerwehrtag üblichen Veranstaltungen, wurden beim Kommers zahlreiche Mitglieder für 25 jährige und 40 jährige Mitgliedschaft geehrt. An der Großübung beim „Anwesen Heinrich Röhrig“ beteiligen sich alle 8 Stadtteilwehren. Besonders die Enge des alten Ortskernes stellte die Wehren vor besondere Aufgaben. Neben den Jugendwettkämpfen fand erstmals seit langem kein Tauziehen der Einsatzabteilungen, sondern Gaudiwettkämpfe statt. Dank der vielen freiwilligen Helfer konnte der Stadtfeuerwehrtag mit gutem Erfolg abgeschlossen werden. Im  Rahmen der Ehrungen der Jugend-, Sport- und Kulturkommission wurde im gleichen Jahr der damalig 2. Vorsitzender, Heinrich Röhrig, von der Stadt Bad Soden-Salmünster für sein „starkes und vielseitiges Engagement“ ausgezeichnet.

 

   1992  


Durch einen glücklichen Zufall konnte in 1992 ein weiteres Fahrzeug seinem Dienst übergeben werden. Der 1. Vorsitzende, Wolfgang Tatter, konnte preisgünstig einen gebrauchten VW-Bus T 3 für die Feuerwehr beschaffen. Er wurde zum Mannschaftstransportfahrzeug (MTF) umgerüstet. Diese Investition aus vereinseigenen Mitteln wurde am „Tag der offenen Tür“ desselben Jahres eingeweiht. Gleichzeitig konnte den Ahlern durch Bürgermeister Döring eine neue Tragkraftspritze TS 8/8 von der Marke Rosenbauer, übergeben werden. Hiermit wurde die alte TS 8/8 Marke Bachert, die sich 20 Jahre im Dienste der Wehr befand, abgelöst. Das Besondere am kirchlichen Segen war, dass ihn Pater Matthias Kircher OFM aus luftiger Höhe, von der Drehleiter der Wehr Bad Soden sprach.

Beim Stadtfeuerwehrtag in Katholisch-Willenroth erhielt Rudolf Adrian das Brandschutzehrenabzeichen in Silber für 25 Jahre aktiven Dienst.

Nach hartem Ringen belegt die Einsatzabteilung beim Tauziehen den 4. Platz.

 

   1993  


In der langen Reihe von Vereinsausflügen war wohl derjenige des Jahres 1993 am erfolgreichsten. Man machte sich in drei vollbesetzten Bussen auf den Weg in den Freizeitpark Tripsdrill. Der 1. Vorsitzende Wolfgang Tatter sprach von der „größten Menschenbewegung in Ahl seit der angedrohten Zerstörung des Dorfes in 1945“.

   1994  

Die herausragenden Ereignisse in 1994 begannen mit einem Ausflug nach Lich und Besichtigung der dortigen Brauerei. Beim Backhausfest, das die Feuerwehr neben dem „Tag der offenen Tür“ im vergangenen Jahr ebenfalls veranstaltete, soll der Ablauf für sich sprechen. Bereits um Mittagszeit hatte man 2 verwurstete Schweine und 44 Brote an den Mann oder die Frau gebracht. Da man auch mit dem Wetter Glück hatte, verbrachten etliche Ausflügler und Ahler Bürger en paar fröhliche Stunden bei den Ahler „Blauröcken“.

Zuletzt beteiligte sich die Einsatzabteilung am 16.12. mit einem Grillstand am Straßenfest zur Eröffnung der Autobahn A 66.



   1995  


Chronik_Ahl_-_Einsatzabteilung_1995Im Jahr 1995 wurden mit Nachdruck die Vorbereitungen für die derzeitigen Festtage fortgesetzt. In diesem Jahr wurde Simone Hummel als erste Jugendwartin in der Geschichte der FF Ahl tätig. Im Juni feierten wir unseren 60 jähriges Bestehen, zusammen mit dem 25 jährigen Bestehen der Jugendfeuerwehr. Als Stimmungsmachern hatten wir aus dem Spessart die Band „Bayern Pop“ geholt. Am 17. August wurde der Bau des neuen Feuerwehrhauses mit dem Spatenstich begonnen. Schon am 3. November folgte das Richtfest, dank der fleißigen Helfer!


Foto: Einsatzabteilung 1995, oben v.l.n.r.: Frank Seidl, Ronald Heil, Heribert Seidl, Winfried Amberg, Michael Hummel, Josef Krack; unten v.l.n.r.: Klaus Jäckel, Matthias Hummel, Wendelin Kress, Markus Harnischfeger, Norbert Wiederspahn, Rudolf Adrian, Martina Wiederspahn, Stefan Harnischfeger, Peter Wiederspahn, Andreas Sobrino, Reinhold Dietrich, Kurt Schmitt.
Es fehlen: Frank Adrian, Thomas Franzel, Waldemar Hübner, Reinhold Krack, Helmut Nix, Pierre Sorko, Timo Sorko, Stefan Wolf. 

 

 

 

 

 

   1996  


1996 wurde Josef Noll zum Ehrenmitglied ernannt. Am 26.10.1996 war es dann endlich so weit. Nach der einjährigen Bauphase wurde unser Feuerwehrhaus fertiggestellt und in einer glanzvollen Feier eingeweiht. Bei der Feier wurde auch die neue Jugendfeuerwartin Simone Hummel vorgestellt.

 


   1997  


Der Verein FF Ahl tritt im Januar 1997 in den Kreisfeuerwehrverband Main-Kinzig-Kreis ein.  Im Januar besichtigte die Einsatzabteilung die Brauerei in Lohr. Der Vereinsausflug im Septemberführte nach Geiselwind. Danach ein Besuch auf dem Schweinfurter Weinfest und als Abschluss auf den Kreuzberg. Im Oktober feierten wir unser erstes Oktoberfest im Feuerwehrhaus, wo zur späten Stunde eine weiß/blaue Überraschung gab.

   1998  

Auch wie im Vorjahr, waren 1998 wieder Ausflüge auf der Tagesordnung.  Im Juli machte die Einsatzteilung einen Ausflug nach Krimml im Oberpinzgau. Ziel war die idyllisch gelegene Gletscherblickalm  Am 3. Oktober, am Tag der Deutschen Einheit, war unser Ziel der Spessart. Der Besuch des bekannten Wasserschlosses Mespelbrunn, die Schifffahrt auf dem Main von Klingenberg bis nach Aschaffenburg hatte großen Anklang gefunden. Als Abschluss zum Tag ging es noch nach Schöllkrippen ins Brauhaus. Im Dezember besuchten wir noch die Brauerei Licher in Lich. Bei der Jahreshauptversammlung wurde der 1. Vorsitzender Wolfgang Tatter eine besondere Ehrung zuteil! Für 25 Jahre Vorstandarbeit in der Ahler Wehr, wobei er das Amt des 1. Vorsitzenden 23 Jahre innehatte.

Leider war das Jahr 1998 auch ein trauriges Jahr. Unser Jugendkamerad Christian Jäckel verstarb unerwartet. Christian war über längere Jahre aktiv in der Jugendfeuerwehr Ahl.

 

   1999  


Das Jahr 1999 begann mit einer Faschingsfeier, die gegenüber Faschingshochburgen Konkurrenz machen konnte. Es wurden „Bildungsfahrten“ unternommen, die nach Lauterbach und in Lohr in den Brauereien führten. Aber auch der Vereinsausflug in den Erlebnispark Tripsdrill, zur "G`sengte Sau" oder zur Altweibermühle, machte jeden Spaß. Die Jugendfeuerwehr Ahl besuchte mit der Jugendfeuerwehr Salmünster den Europapark in Rust.

Im Juni übernahm kommissarisch Reinhold Dietrich den Posten des Wehrführers und Norbert Wiederspahn wurde stellvertretender Wehrführer.

Das neue Jahrtausend begann mit einem neuen Vorstand. Michael Hummel wurde zum 1. Vorsitzenden gewählt. Reinhold Dietrich zum Wehrführer und Norbert Wiederspahn zum stellvertretenden Wehrführer gewählt. Peter Wiederspahn übernahm wieder den Posten des Jugendfeuerwehrwartes.

Die Verleihung der Ehrenmedaille in Silber des nassauischen Feuerwehrverbandes erhielten Klaus Jäckel und Wolfgang Tatter. Klaus Jäckel für besondere Dienste in der Wehr, im Besonderen für den Bau des Feuerwehrhauses und Wolfgang Tatter für den langen Dienst im Vorstand als erster Vorsitzender.

 


   2000  


Unsere Veranstaltungen im Jahr 2000 begannen mit einem Faschingsabend. Mit viel Engagement der aktiven Faschingsnarren wurde ein Programm auf die Beine gestellt. Die FF Ahl übernahm kurzfristig das Backhausfest, da der bisherige Veranstalter absagte. Aber auch unser Vereinsausflug zur Pflege der gemeinsamen Kameradschaft wurde ausgerichtet. Ziel war die Fränkische Schweiz mit den Stationen Forchheim, Tüchersfeld und den Teufelshöhlen bei Pottenstein. Sowie einem stürmischen Abschluss mit sinnflutartigen Regenfällen am Kloster Kreuzberg.

Im November wurde eine Feierstunde zum 65 jährigen Bestehen unserer Feuerwehr im Saal der „Grünen Aue“ abgehalten. Unter großer Anteilnahme der Ähler Bürger und vieler Ehrengäste, darunter auch Landrat Eyerkaufer.

 

   2001  


2001 trugen zur Förderung der Kameradschaft ein Faschingsabend, sowie ein Vereinsausflug bei. Diesmal reisten wir nach an den Rhein. Traditionell gab es ein Feuerwehrfrühstück am Niederwalddenkmal. Von dort wurde zu einer Rheinschifffahrt mit Besuch auf dem Loreley-Felsen gestartet. Der Abschluss war in Besenwirtschaften und in anderen Lokalen in Rüdesheim.

 

   2002  


Das Jahr 2002 begann mit der Wahl des Gesamtvorstandes. Andreas Sobrino wurde von der Mitgliederversammlung zum neuen 1. Vorsitzenden gewählt. Aber auch in der Jugendfeuerwehr gab es einen Wechsel. Christian Hummel wurde zum Jugendwart ernannt. Die FF Ahl richtete das Backhausfest mit dem 22. Stadtfeuerwehrtag der Stadt Bad Soden-Salmünster.

Im August war wieder ein Vereinsausflug geplant. Mit 2 Bussen ging es zum Freizeitpark Schloss Thurn.

 

   2003  


2003 blieben die Veranstaltungen im kleinen Rahmen. Es gab wieder ein Faschingsabend, ebenso stand ein Saugrillen und Oktoberfest auf dem Programm. Im Winter fand zum ersten Mal vor dem Feuerwehrhaus ein Weihnachtsmarkt statt.

Die Einsatzabteilung konnte sich über einen Nasssaugers freuen, der vom Verein angeschafft wurde.

Am 23. Stadtfeuerwehrtag in Kerbersdorf gewann die Einsatzabteilung das traditionelle Tauziehen. Zitat aus dem Zeitungsbericht:

„Beim Tauziehen zwischen den Einsatzabteilungen zogen die Ahler alle Teams über die Linie und freuten sich über den Pokal. Christian Hummel, Matthias Hummel, Winfried Amberg, Markus Harnischfeger, Norbert Wiederspahn, Johannes Amberg und Wehrführer Reinhold Dietrich hatten die meiste Kraft oder die beste Technik beim Wettbewerb am Glasberg im Kerbersdorf."

   2004  

Ein sehr ruhiges Jahr war 2004. Wir hatten wieder einen Faschingsabend und ein Oktoberfest. Am Oktoberfest kam zu einem Eklat. Trotz Vorbestellungen des Essens, waren 10 Haxen zu wenig geliefert worden. Leider hatte der Metzger die falschen Zahlen aufgeschrieben. Dies hinderte die Veranstaltung nicht im Geringsten und wir konnten auf einen gemütlichen Abend zurückblicken. Eine gute Resonanz hatte unser Vereinsausflug nach Bad Staffelstein. Auf dem Programm stand eine Besichtigung der Wallfahrtsbasilika Vierzehnheiligen, Sparziergang in Bad Staffelstein am Kurpark, Badesee oder die Besichtigung des Benediktiner Klosters Benz. Im Anschluss ging es nach Schönthal zur Probe von gebranntem fränkischem Obst. Ende des Jahres fand wieder ein Weihnachtsmarkt von dem Feuerwehrhaus statt. Leider war das Wetter nicht so hold. Es fing nach anfänglich gutem Wetter an stark zu regnen, aber dies konnte nicht verhindern, dass wir ein paar schöne Stunden zusammen verbrachten.

Die Jugendfeuerwehr unternahm einen zusammen mit der Jugendfeuerwehr Bad Soden einen Kajakausflug.

   2005  
 

Anfang des Jahres 2005 wählte die Einsatzabteilung ihren neuen Wehrführer. Norbert Wiederspahn übernahm das Amt von Reinhold Dietrich. Neuer Stellvertretender Wehrführer wurde Christian Hummel, neben seiner Tätigkeit als Jugendwart. Unser Vereinsausflug führte uns zum Auto & Technik Museum nach Sinsheim. Ca. 5 Stunden hat es gedauert, bis man alle Ausstellungsstücke sich angesehen hatte. Die Rückfahrt führte über Schlüchtern, wo wir dann in das Brauhaus einkehrten.

Die Jugendfeuerwehr unternahm eine Bildungsfahrt zur BF Hanau. Dort besichtigten Sie die Feuerwache mit der Ausrüstung und Fahrzeugen. Zum Abschluss durften Sie noch einen Durchgang durch die Atemschutzstrecke machen, in der normalerweise Atemschutzgeräteträger ausgebildet werden.

Ende des Jahres ging ein Wunsch der Einsatzabteilung in Erfüllung. Das TSF (Tragkraftspritzenfahrzeug), das keinen Wassertank hat, wurde mit einer Hochdrucklöscheinrichtung mit einem Wassertank (HDL 170 von Oertzen) ausgerüstet. Zusammen mit der Unterstützung der Stadt Bad Soden-Salmünster wurde dieser Traum war. Einen herzlichen Dank an die Gremien der Stadt, die dies für uns ermöglichten. So kann die FF Ahl bei Bränden einen schnellen Erstangriff starten.

 

 

   2006  

2006 fing mit der Faschingsfeier der FF Ahl an. Es gab viele Darbietungen, die für heitere Stunden sorgten. Helau!

Der Vereinsausflug führte uns diesmal nicht so weit. Wir besichtigten das Feuerwehrmuseum und den Dom in Fulda. Anschließend ging es auf den Kreuzberg, zu einem Imbiss und Schwarzbier. Weiter ging es dann auf die Wasserkuppe, wo verschiedene Aktivitäten, wie Sommerrodelbahn, Fliegermuseum, Rundflüge usw. angeboten wurden. Den Abschluss machten wir in der Steinwand bei der Speisegaststätte „Ziegelhof“. Der Ausflug wurde mit sehr guter Resonanz aufgenommen. Vielen Leuten hat es gefallen, dass die Busfahrt nicht so lang war und für einen Tag soviel Reiseziele angesteuert wurden.

August 2006 gab es ein Wechsel in der Jugendfeuerwehr. Stephanie Dietrich wurde neue Jugendfeuerwehrwartin. Christian Hummel der bis dahin Jugendfeuerwehrwart war, wurde Stellvertreter.

Im Herbst wurde die Bevölkerung von Ahl und natürlich Gäste außerhalb von Ahl zum Saugrillen eingeladen, welches gut angenommen wurde. Aber im Vorfeld gab es beinahe Probleme, die Sau nach Ahl zu holen. Die Sau war doch etwas größer gewesen als wir sie bestellt hatten. Was hatten wir unsere Last, die Sau in das MTF (Mannschaftstransportfahrzeug) zu bekommen. Es wäre besser gewesen, das MTF auseinanderzubauen und um die Sau herum wieder aufzubauen. Aber am Ende waren alle glücklich, die Gastgeber und die Gäste!

Im Winter machten wir wieder unseren Weihnachtsmarkt vor dem Feuerwehrhaus.

Am Stadtfeuerwehrtag wurde Michael Hummel das silberne Brandschutzehrenabzeichen für 25 Jahre aktive Mitgliedschaft bei der Feuerwehr verliehen.

 

 

   2007  

 

Auch in 2007 fing es wieder mit Fasching an. Die Veranstaltung platzte nur so vor Darbietungen. Mit unter vielen Höhepunkten war die neugegründete Männertanzgruppe mit dem Strumpfhosentanz.

Der 32. Stadtfeuerwehrtag fand in Jahr 2007 in Ahl auf dem Schulhof statt. Das Fest begann donnerstags mit dem Backhausfest, freitags Kommers und samstags war volles Programm. Morgens fanden die Stadtmeisterschaften der Jugendfeuerwehren der Gesamtstadt und danach Pokalwettkämpfe des Unterverbandes Schlüchtern statt. Mittags war die Alarmübung beim Anwesen Gebhardt, wo vermisste Personen aus dem Stall einer brennenden Großscheune gerettet werden mussten. Das Fest ging mit der Schlauchparty zu Ende. Als musikalische Darbietung konnten wir die Band Concordia gewinnen, die auch wirklich einen gute Show bis in den frühen Morgen hingelegt hatten. Das Zelt war knallend voll, soviel Publikum hatte Ahl in letzten Jahren nicht mehr gesehen gehabt.

Um allen ein bisschen Ruhe und Erholung zu gönnen, ging es mit dem Vereinsausflug nach Geiselwind in den Freizeitpark. Dort wurden verschiedene Attraktionen angeboten. Ob der Besuch bei den Fahrgeschäften, Aktionskünstlern oder Tieren, es machte richtig Spaß.

Leider mussten wir im November Abschied nehmen von unserer Sirene, die seit 1964 ihren Dienst immer ordentlich und ohne Zicken vollführt hatte. Sie wurde aus technischen Gründen außer Betrieb gesetzt, durfte aber zumindest auf dem Dach der ehemaligen Gaststätte "Holzwurm" oder früher "Grüner Baum" verbleiben.  

In der Jugendfeuerwehr gab es wieder ein Wechsel. Sascha Viel wurde neuer Stellvertretender Jugendfeuerwehrwart. Christian Hummel blieb der Jugendfeuerwehr aber noch als Betreuer treu. Ebenso war Jens Baron anfangs als Betreuer mit dabei, nachdem er von der Jugend in die Einsatzabteilung übernommen wurde. In der Wettbewerbsvorbereitung und der Gruppenarbeit unterstützte erneut Frank Seidl als Betreuer die Jugend. 

Christian Hummel und Marc Peichl besuchten die Ausbildung „Wertungsrichter für die Jugendfeuerwehr“. Sie werden im Main-Kinzig-Kreis bei Wettbewerben der Jugendfeuerwehren eingesetzt.

 

   2008    

2008 kam es zu einem Wechsel im Vorstand. Peter Wiederspahn wurde zum 1. Vorsitzenden gewählt. Auch wieder die Faschingszeit war bei uns wieder eingefallen. Mit einem Kappenabend ging es recht heiter her.

Dieses Jahr wollten wir mal was Besonderes haben. Wir ließen uns von der Gaststätte Rabenhorst ein Wildschwein vor unserem Feuerwehrhaus grillen. Das war das erste Mal, dass wir ein Wildschwein hatten. Trotz aller Bedenken, war es ein sehr gelungener Abend.

Beim Vereinsausflug wurde es etwas kälter. Wir besuchten den Weihnachtsmarkt in Erfurt zur Adventzeit. Es war eine sehr weihnachtliche Atmosphäre auf dem Markt und in der Innenstadt.   

Durch den Ausfall unserer Sirene, die 43 Jahre treuen Dienst geleistet hatte,  musste eine neue Sirene beschafft werden. Sie wurde auf den Dach des neuen Bürgerhauses installiert und in Betrieb genommen. Der Ton der neuen Sirene ist noch sehr gewöhnungsbedürftig und viele sehnen sich wieder nach der alten Sirene.

Personell schrieb die Feuerwehr Ahl auch "Geschichte": So wurde Stephanie Dietrich am Stadtfeuerwehrtag in Bad Soden nach erfolgreichem Gruppenführerlehrgang zur ersten „Löschmeisterin“ der Stadt Bad Soden-Salmünster ernannt.

Frank Seidl und Matthias Hummel wurden zu Fachbereichsleitern der Feuerwehr Bad Soden-Salmünster ernannt. Frank Seidl ist der erste Pressesprecher der Feuerwehr Bad Soden-Salmünster betreut den Fachbereich Presse & Medien und Information und Kommunikation. Matthias Hummel betreut den Fachbereich Standortausbildung für die Truppmann Teil 2 Ausbildung (Ausbildung innerhalb der Stadt für Kameradinnen und Kameraden nach dem Grundlehrgang).

Im Herbst absolvierte Matthias Hummel den zweiwöchigen Lehrgang „Kreisausbilder Sprechfunk“ an der Hessischen Landesfeuerwehrschule in Kassel. Damit ist er der erste Kreisausbilder aus der Feuerwehr Ahl. Er unterrichtet Feuerwehrkameradinnen und Kameraden im Main-Kinzig-Kreis beim Lehrgang „Sprechfunk“. 

 

   2009  

Der Auftakt im Jahr 2009 war der Florianstag, wo etwa 200 Mitglieder von der Jugendfeuerwehr des Unterverbandes Schlüchtern zu einem gemeinsamen Gottesdienst an der Mariengrotte kamen. Pater Markus Heinze OFM (bekannt als Pater Niklaus) gestaltete den Jugendgottestdienst, den er zusammen mit Frank Seidl vorbereitet hatte, anschaulich und locker. Motto war "Kreuzknoten - verbindet!" Die musikalische Gestaltung übernahm Frank Kulke mit seiner Gitarre - alles wie in "alten Zeiten". :-)

Der Vereinsausflug führte uns nach Frankfurt in den Zoo. Dort konnten wir uns Tiere ansehen, die wir nur von Bildern her kennen. Zum Abschluss ging es, wie es üblich ist in Frankfurt, nach Sachsenhausen Bei der Apfelweinwirtschaft „Wagner“ probierten wir die heimischen Spezialitäten aus.

Ende des Jahres wurde es noch richtig kalt. Zum ersten Mal wurde ein Weihnachtsmarkt mit allen Vereinen im und vor dem Bürgerhaus ausgerichtet. Dort verkauften wir Würstchen und heiße Warmmacher.

Im November 2009 absolvierte auch Johannes Amberg einen zweiwöchigen Lehrgang zum Kreisausbilder. Er bildet Feuerwehrkameraden und Kameraden in den Bereich „Atemschutz“ aus.

Andreas Sobrino-Martinez wurde am Stadtfeuerwehrtag das Silberne Brandschutzehrenabzeichen für 25 aktive Mitgliedschaft verliehen.

 

   2010  

Das Jahr 2010 begann mit einem Trauerfall. Die Feuerwehr Ahl nahm Abschied von unserem Ehrenbrandmeister Heinrich Röhrig. In zahlreichen Funktionen im Vorstand sowie als Ortsbrandmeister und Wehrführer, zuletzt als Obmann der Alters- und Ehrenabteilung hat er die Geschicke der Feuerwehr Ahl in die richtigen Weg geleitet. Unvergessen sind seine Geschichten, die er stets zur Weihnachtsfeier vorlas. 

In der Jahreshauptversammlung wurde Matthias Hummel in das Amt des 1. Vorsitzenden gewählt. Stellvertretender Vorsitzender ist Peter Wiederspahn.

2010 war geprägt von den Vorbereitungen für unser Jubiläum. Wir feiern 75 Jahre Freiwillige Feuerwehr Ahl und 40 Jahre Jugendfeuerwehr Ahl. Viele Vorstandsitzungen fallen dafür an: Zeltgröße planen, Getränke und Essen bestellen, usw. Dafür hatten wir viele Helferinnen und Helfer: Für Plakate bekleben und aufhängen, aktuelle Gruppenfotos machen und vieles mehr. Dafür ein herzliches Dankeschön.

Trotz aller organisatorischen Arbeit blieb die feuerwehrtechnische Ausbildung nicht auf der Strecke. Erstmals machte die Feuerwehr Ahl bei den Hessischen Feuerwehrleistungsübungen in Gelnhausen mit. Nach mehrmonativen Vorbereitungen in Theorie und Praxis schaffte die gemeinsame Gruppe aus Ahl und Salmünster auf Anhieb den beachtlichen 12. Platz von 42 Mannschaften und erreichte mit 95,9 Prozent souverän die Goldstufe. Die Mannschaft: Frank Seidl (Gruppenführer, Ahl), Jan Seifert (Maschinist, Salmünster), Torsten Kurpiers (Melder, Salmünster), Michael Preiß (Angriffstruppführer, Salmünster), Kai Hagenbach (Angriffstruppmann, Salmünster), Martin Grünewaldt (Wassertruppführer, Salmünster), Matthias Hummel (Wassertruppmann, Ahl), Marc Peichl (Schlauchtruppführer, Ahl), Christian Hummel (Schlauchtruppmann, Ahl).

Im krassen Gegensatz zum Protokollvermerk von 1879 kann man heute mit Gewissheit sagen: "Ahl: Organisation gut, Leistungen hervorragend!" :-)

Abschließend ist noch die Einsatzabteilung zu erwähnen. Wir haben einen hohen Ausbildungsstand, der sich auch in der Stadt Bad Soden-Salmünster und Main-Kinzig-Kreis sehen lässt. Einige von uns sind in der Technischen Einsatzleitung, als Fachbereichsleiter, Wertungsrichter und Kreisausbilder eingesetzt.

   2011  

Bei der Jahreshauptversammlung am 21. Januar 2011 trat Jugendfeuerwehrwartin Stephanie Dietrich aus persönlichen Gründen zurück. Sie hatte die Jugendfeuerwehr bis zum Sommer 2010 geführt. Wehrführer Norbert Wiederspahn ernannte Christian Hummel erneut zum Jugendfeuerwehrwart und Frank Seidl zum Stellvertreter. Seit Frühjahr unterstützte Marius Weber das Team als Betreuer. Außerdem wurde die Beschaffung eines neuen (gebauchten) Mannschaftstransportfahrzeuges in einem Kostenrahmen bis 20.000 Euro beschlossen. Der Vorstand wurde beauftragt, sich nun verstärkt und konkret nach Angeboten umzuschauen. 

Bereits seit Ende des Jahres 2010 rückt die Feuerwehr Ahl zur Verbesserung der Tagesalarmbereitschaft unter der Woche tagsüber (6 - 18 Uhr) bei Einsätzen in Bad Soden mit aus. Da sich das System in den ersten Monaten bei verschiedenen Einsätzen bewährt hat, wurde die Sonderalarmierung am 24. März 2011 in eine planmäßige Alarmierung (Alarmplan) geändert.

Auch in diesem Jahr trainierte eine gemeinsame Wettkampfmannschaft aus Ahler und Salmünsterer Einsatzkräfte unter Leitung von Michael Preiß (Salmünster) in Ahl für die Hessische Feuerwehrleistungsübung. Beim Kreisentscheid am 29. Mai in Freigericht-Altenmittlau erreichten sie den 24. Platz von 43 Mannschaften und die Leistungsstufe Gold. Die Mannschaft: Frank Seidl (Gruppenführer, Ahl), Torsten Kurpiers (Maschinist, Salmünster), Thorsten Klug (Melder, Ahl), Michael Preiß (Angriffstruppführer, Salmünster), Kai Hagenbach (Angriffstruppmann, Salmünster), Martin Grünewaldt (Wassertruppführer, Salmünster), Matthias Hummel (Wassertruppmann, Ahl), Marc Peichl (Schlauchtruppführer, Ahl), Christian Hummel (Schlauchtruppmann, Ahl). Érsatzmann Alexander Amberg (Ahl) machte erfolgreich bei einer gemischten Kreis-Staffel mit.

In den letzten Wochen übte die Jugendfeuerwehr zusammen mit Bad Soden dreimal wöchentlich für den Bundeswettbewerb. Gemeinsam wurden zwei Staffel aufgestellt. Beim Unterverbandswettbewerb am 12. Juni in Steinau a.d.Str.-Seidenroth erreichte die 1. Staffel den 2. Platz und die 2. Staffel einen 7. Platz von 9 Mannschaften. Beim Kreisentscheid am 18. Juni in Gründau traten die beiden Teams erneut an. Bei 12 Staffelmannschaften erreichten sie einen hervorragenden 5. Platz (Bad Soden) und 8. Platz (Ahl). Beim traditionellen Feuerwehrmarsch am 19. Juni 2011 in Steinau stand der Spaß im Vordergrund. Die gemeinsame Ahl/Bad Sodener Jugendmannschaft erreichte den 7. von 12 Plätzen, die Einsatzabteilung der Feuerwehr Ahl hatte zwar eine bessere Punktzahl als die Jugend, erreichte aber lediglich den 12. von 14 Plätzen. Beim Jugendfeuerwehrwettbewerb in Vollmerz am 20. August 2011 erreichte man mit der Mannschaft Bad Soden einen 3. und mit der Mannschaft Ahl einen 5. Platz.


Beim ersten Feuerwehr-Trail der Freiwilligen Feuerwehr Hintersteinau am Samstag, 20. August 2011 erreichte die Feuerwehr Ahl den ersten Platz! Die Feuerwehr Ahl nahm mit ihrem Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) teil. Als Mannschaft stellten die Ahler allerdings ein Team aus der Gesamtstadt auf: Staffelführer Matthias Hummel (Ahl), Maschinist Jan Leutert (Bad Soden), Angriffstruppführer Christian Hummel (Ahl), Angriffstruppmann Kay Hagenbach (Kerbersdorf/Salmünster), Wassertruppführer Marius Weber (Ahl) und Wassertruppmann Vanessa Heimrich (Salmünster).


Am Freitag, 26. August 2011 wurde in einer Mitgliederversammlung erneut über den Kauf eines neuen Mannschaftstransportfahrzeuges beschlossen. Der Kostenrahmen musste um 5.000 Euro erhöht werden, da für den bisherigen Rahmen kein vernünftiger Gebrauchtwagen zu finden war. Außerdem lag ein konkretes und gutes Angebot vor: Das Fahrzeug der Marke Renault (mittellang, mittelhoch) ist neu und wird der Feuerwehr Ahl im kommenden Jahr als Jahreswagen zu einem günstigen Preis zur Verfügung gestellt. Der alte VW-Bus wird dem Autohaus für einen ebenfalls guten Preis (vierstellig) in Zahlung gegeben.


Einen spannenden und sonnigen Tag verbrachten 38 Vereinsmitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Ahl am Samstag, 10. September 2011 bei ihrem Ausflug in den Holiday Park bei Haßloch.

Aus der Pressemitteilung der Freiwilligen Feuerwehr Ahl:

FF_Ahl-Ausflug_2011-001"Beim diesjährigen Ausflug der Freiwilligen Feuerwehr Ahl wurde der Holiday-Park in der Pfalz besucht. Vor dem Eintreffen in Haßloch nahm man unterwegs auf einem Parkplatz das traditionelle Frühstück zusammen ein. Der Tag im Freizeitpark stand dann zur freien Verfügung für Unternehmungen. Ob nun eine Minikarussellfahrt, eine Show oder iene abenteuerliche Fahrt in der Achterbahn - da war für jede(n) etwas dabei. Am späten Nachmittag erfolgte die Rückreise. Bei Hanau kehrten die Vereinsmitglieder noch in einer Gastwirtschaft zum gemeinsamen Abendessen ein. Dabei wurde das Erlebte noch einmal Revue passieren lassen. Wieder einmal hatte man Glück mit dem Wetter gehabt - herrlicher Sonnenschein und angenehme Temperaturen. Wie heißt es so treffend: "Wenn Engel reisen!"

Heribert Seidl, Pressewart, Freiwillige Feuerwehr Ahl e.V."

 

Am Freitag, 16. September 2011 wurden zwei Schubwagen für den einfachen Austausch der TS bzw. HDL für das TSF in Eigenleistung gefertigt.

 

 

Quelle: Festschriften und Chroniken / Eigene Fortschreibung der Freiwilligen Feuerwehr Ahl

Aktuelle Zusammenfassung: Matthias Hummel, Frank L. Seidl 

 

Stand: 27. September 2011

 

Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Salmünster

 

Chronik_Salmnster_-_Fahnenweihe_1959_-_Ausschnitt

 

 

Das Feuerlöschwesen der Stadt Salmünster im Laufe der Geschichte

Als erstes Gerät zum Feuerlöschen wird 1613 in der Stadtrechnung Salmünsters eine Steigleiter aufgeführt, deren Anschaffung einen Gulden kostete. Um als Bürger in die Stadt aufgenommen zu werden, musste jeder einen ledernen Löscheimer abliefern oder die Herstellungskosten für einen solchen entrichten.

 

1738 erfahren wir, dass diese Eimer im alten Rathaus, unten aufbewahrt wurden.

Brach ein Brand in der Stadt aus, dann wanderte das Löschwasser in diesen ledernen Eimer durch Menschenketten vom Mühlbach, Stadtbrunnen, oder auch von Privatbrunnen deren es eine Anzahl gab, zur Brandstelle.

 

Erst mit der Einrichtung der Wasserleitung zwischen 1890 und 1900 und dem allmählichen Einbau von Feuerhydranten in das Wasserleitungsrohrnetz kam man einen entscheidenden Schritt voran.

 

1750 kaufte der zeitliche Bürgermeister Johann am Kling für die Stadt vier „höltzerne mit Eysen beschlagenen Feuerspritzen".

 

1776 schaffte die Stadt Salmünster mit Soden und Ahl eine vierrädrige Feuerspritze an, die dann über ein Jahrhundert unterhalten werden musste. Außer der Spritze hatte die Stadt 1827 als Ausrüstung zur Brandbekämpfung 130 lederne Feuerlöscheimer, 3 Haken und 3 Leitern. Die Eimer waren im Rathaus zu je 6 zu 6 an Stangen aufgehängt und mit diesen Stangen trug man dieselben zu den Brandstätten.

 

Ein weiteres städtisches Gebäude für die Unterbringung von Feuerlöschgeräten stand am Obertor. Unter dem Dachvorsprung hingen Steigleitern und Einreißhaken. ln der Nähe des Untertores gab es noch das „Feierhalsje", ein Teil des früheren Bullen – und Schafstalles.

 

Feuerwehren entstehen

Nach einer Verfügung des kurfürstlichen Kreisamtes bestimmt die Stadt Salmünster 1827:

  1. Dass alsbald bei -entstehung eines Brandes die Bürgerglocke im Sturm gezogen werde.
  2. Es sind Johann Antoni und Johann Sorg als reitende und Joseph Acker und Adam Körber als Boten bestellt, die die Nachricht des entstandenen Brandes alsbald in die benachbarten Ortschaften zu bringen haben.
  3. Der Postmeister, der Sternwirt und Ochsenwirt haben die Feuerspritze durch ihr Geschirr zur Brandstätte zu fahren.
  4. Die Schmiede, Schlosser und Wagner haben die Spritze zu begleiten und an Ort und Stelle zu dirigieren.
  5. 9 Bürger haben die Feuerhaken,
  6. 15 Bürger die Feuerleiter,
  7. 15 Bürger die Feuereimer zur Brandstätte zu bringen.
  8. 7 Bürger sind mit der Wache bei den geretteten Sachen beauftragt.
  9. 8 Bürger beschäftigen sich mit der Rettung von Effekten.
  10. 7 Bürger sind zur Wache in der Stadt während des Brandes bestimmt.
  11. Die Zimmerleute haben mit Äxten zu erscheinen.
  12. Der Bürgermeister mit Zuziehung der Ratsschöffen hat das Löschen zu leiten.

 

Zwischen 1870 und 1880 wurde Salmünster in den Feuerwehr Verband für den Bezirk Kassel eingegliedert.

1890 - 1900 wurde der Dienst in der Feuerwehr nach dem Vorbild anderer Städte in Salmünster Pflicht.

Ortsbrandmeister der Pflichtfeuerwehr in dieser Zeit war Ludwig Korn, der 1921 von Adalbert Hoffmann abgelöst wurde. Das Amt des Spritzenmeisters hatte jahrelang Karl Wolf inne, von dem es am 6.4.1920 auf seinen Sohn Franz überging.

 

Das Inventarverzeichnis der Pflichtfeuerwehr enthielt eine Ausrüstung die noch jahrelang Verwendung fand und mit der man Beachtliches leistete.

1 vierrädrige Druckspritze

1 vierrädrige Saugspritze

1 mechanische Schiebeleiter, 10 Meter Steighöhe

1 Anstell-Leiter mit -stütze, 15 Meter Steighöhe

1 Anstell-Leiter ohne Stütze 15 Meter Steighöhe

2 einholmige Hakenleitern

1 Saugschlauch, 6 Meter lang

2 gummierte Druckschläuche

30 nicht-gummierte Druckschläuche mit "Sturtz-Kuppelungen", 300 Meter lang

2 Schlauchwagen

1 Schlauchreinigungsapparat

2 Standrohre

10 Einreißhaken und 1 Sanitätskasten

 

 

Unsere heutige Freiwillige Feuerwehr wird gegründet

Auf einer Versammlung regte Bürgermeister Blum die Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr in Salmünster an. In der Vorbesprechung dazu führte er am 2.2.1925 u.a. aus, eine Wehr dürfe heutzutage nicht auf militärischer, sondern müsse auf demokratischer Grundlage aufgebaut und geführt werden.

Sogleich wurde ein Ausschuss gewählt. Die Ausschussmitglieder Karl Schöppner, Ernst Beisler, Karl Wolf und Johann Wolf bemühten sich ohne Verzug um die Voraussetzungen zur Gründung und konnten schon am 20.2.1925 die Wahlversammlung durchführen.

 

Chronik_Salmnster_-_Alters-_und_Ehrenabteilung_1990 

Foto (Chronik der Feuerwehr Salmünster, 1990): Alters- und Ehrenabteilung 1990

 

Chronik_Salmnster_-_Grndungsmitglieder_1925_im_Jahr_1975

Foto (Chronik der Feuerwehr Salmünster, 1990): Die in 1975 noch lebenden Gründungsmitglieder,
Obere Reihe (von links n. rechts): Johannes Zahn, Anton Hagemann, Franz Krack, Wilhelm Bös.
Untere Reihe: Franz Wolf, Franz Habig, Otto Wolf, Ernst Beisler, August Weißbecker, Johann Kress.

 

Die Männer der ersten Stunde und der ersten Einteilung der Freiwilligen Feuerwehr waren:

 

I. Stab:

Adalbert Hoffmann, Wehrführer

Karl Schöppner, Stellvertretender Wehrführer

Ernst Beisler, Zeugwart u. technischer Berater in Wasser- und Stromangelegenheiten

 

II. Steigerabteilung:

Ludwig Wolf, Führer

Wilhelm Wenzel, Stellv. Führer

Josef Beisler II

Josef Buchhold

Franz Habig

Alois Hagemann

Adam Höhn

Lorenz Korn

Johann Kress

Josef Neumann

Karl Schmalstieg

Franz Steinbock

Heinrich Steinbock

 

III. Spritzenabteilung:

Josef Wolf, Führer

Franz Wolf, Stellv. Führer

Franz Bös

Wilhelm Bös

Heinrich Dieter

Josef Faust

Franz Grosch

Georg Hagemann

Josef Henrich

Leopold Neuhaus

Eduard Noll

Josef Storch

Alois Schell

Josef Schmitt

 

IV. Saugerabteilung:

Hermann Bös, Führer

Ludwig Habig, Stellv. Führer

Johann Betz

Karl Betz

Alois Bös

Heinrich Bös

Josef Bös

Heinrich Eichenauer

Josef Eichenauer

Karl Faust

August Dehmer

Alois Hopp

Adam Henkel

Josef Kling

Franz Lipp

Alois Weidner

Otto Wolf

  

V. Hydrantenabteilung:

Führer: Wolf, Karl

Stellv.: Göbel, Franz

Fritz, Wilhelm

Korn Adam

 

VI. Ordnungsmannschaft:

August Fritz, Führer

Balzer, Franz, Stellv. Führer

Josef Beisler I

Gustav Dieter

Moritz Dörner

Heinrich Reckewitz

Wilhelm Weidner

August Weisbecker

Johann Wolf

  

Hornisten: Wilhelm Habig, Johannes Zahn

Sanitätsleute: Georg Heidmann, Heinrich Henrich

 

Weitere Beitrittserklärungen ließen nicht lange auf sich warten. Die Stadtverwaltung stellte am 12.1.1926 für 70 Mann die Ausrüstung - bestehend aus Lederheimen, schwarzer Tuchjoppe, Steigergarnituren und Mannschaftsgurten mit Zubehör - zur Verfügung. Fünf Tage später begannen die ersten Übungen in Uniform.

 

 Chronik_Salmnster_-_Fahrt_zum_Kreisfeuerwehrtag_1925_nach_Sterbfritz

Foto (Chronik der Feuerwehr Salmünster 1990):
Adalbert Hoffmann, Karl Schöppner, Johann Wolf und Ludwig Wolf
fahren am 12.10.1925 zum 3. Kreisfeuerwehrtag nach Sterbfritz. –
Schneidermeister Münch hatte die Uniformröcke angefertigt.
Die Messinghelme waren zur Probe von der Firma Carl Metz in Karlsruhe geliefert worden.

 

Um die gegenseitige Löschhilfe zu sichern, schlossen sich in der Feuerlöschpolizeiordnung vom 25.9.1927 die Orte Salmünster, Ahl, Bad Soden, Romsthal, Eckardroth, Wahlert und Kerbersdorf zum Feuerlöschbezirk Salmünster zusammen.

 

Neben der Freiwilligen Feuerwehr bestand in Salmünster noch bis 1933 als Verstärkung die Pflichtfeuerwehr. Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr, die den Übungen laufend fernblieben, überwies man der Pflichtfeuerwehr.

 

Als in der Generalversammlung vom 14.2.1929 der stellvertretende Kommandant in seiner Eröffnungsansprache mitteilte, Herr Hoffmann habe sein Amt niedergelegt, wurde dies allgemein bedauert.

 

Die Führung der Freiwilligen Feuerwehr sah dann nach der Neuwahl so aus:

 

Ludwig Wolf, Führer

Leopold Neuhaus, Führerstellvertreter

Johann Wolf, Schriftführer und Kassenwart

Wilhelm Wenzel, Steigerführer

Franz Habig, Stellvertreter

Josef Wolf, Spritzen- und Abteilungsführer

Franz Wolf, Stellvertreter

Karl Heil, Sauger- und Abteilungsführer

Franz Lipp, Stellvertreter

Karl Wolf, Hydranten-Abteilungsführer

Franz Göbel, Stellvertreter

Franz Balzer, Ordnungsmannschaftsführer

Georg Wigand, Stellvertreter

 

Im Jahre1930 vermehrten sich die Feuerlöschgeräte um einen Schlauchwagen und Hakenleitern. Am 7 .September des gleichen Jahres fand in Salmünster der Kreisfeuerwehrtag statt.

 

Nach der Änderung der politischen Verhältnisse im Frühjahr 1933 erschienen eine Fülle neuer Anordnungen und Erlasse.

Freiwillige Feuerwehren bezeichnete man im Gesetz mit dem Sammelbegriff „Feuerlöschpolizei" und unterstellte beide dem Ortspolizeiverwalter.

Auf Antrag des damaligen Wehrführerrates wurde daher die Freiwillige Feuerwehr am 8.9.1934 unter Nr. 10 durch das Amtsgericht Salmünster in das Vereinsregister eingetragen und somit die am 7.2.1934 beschlossene Satzung gültig.

 

Als Vorstände werden dabei genannt:

Adalbert Hoffmann, Josef Schlauch, Ludwig Wolf, Johann Wolf, Franz Wolf, Georg Heldmann, Franz Krack und Heinrich Henrich.

 

Auf Veranlassung des Bürgermeisters Fritz hatte Adalbert Hoffmann im August 1934 wieder die Führung der Wehr als Oberbrandmeister übernommen. Schon ein knappes Jahr danach musste er auf Grund eines für diese Zeit bezeichnenden Vorfalles zurücktreten.

 

1934 erhielt die Wehr eine Robel-Motorspritze Typ R 8 mit 800 Liter Minuten- und 60 Meter Förderleistung. Dazu kam 1935 ein Transportwagen für Spritze und Mannschaft. Die Spritze brachte man zunächst in der Garage im Hof Antoni (Hirtengasse) unter. Die anderen Geräte waren in einem Gebäude der ehemaligen Oberförsterei untergestellt. Dieses Gebäude erhielt 1940 einen Steigerturm mit Trockenanlage zur Pflege der Schläuche.

 

Angesichts drohender Bombenabwürfe zog man ab 1942 die Fahrzeuge und wichtigsten Geräte auseinander und baute schließlich 1945 für die Motorspritze einen Unterstand im Klostergarten neben dem alten Kriegerdenkmal. Die Saug- und Druckspritze kam nebst einem Schlauchwagen in die Garage Kraus (bei der Gastwirtschaft „Zum Löwen"), die Handdruckspritze zuerst in die Garage Schwalm (am Schwedenring), dann in den Hof der Gebr. Beisler (Bad Sodener Straße) und die zwei Schlauchwagen für den Hydrantentrupp ins Gerätehaus. In dem Gerätehaus, dem ehemaligen Brauhausgebäude, befanden sich neben den Einrichtungen der Wehr auch Gerätschaften der städtischen Bautrupps und Spritzgeräte für die Schädlingsbekämpfung.

 

Der ehemalige Löschbezirk Salmünster hieß ab 10.1.1935 "Lösch- und Spritzenverband

Salmünster"; in seiner Zusammensetzung hatte sich jedoch nichts geändert. Zum Vorsitzenden war der Bürgermeister Fritz ernannt worden.

 

Vom 6.2.1936 an entsandte der Arbeitsdienst einen Löschtrupp zu den Übungen der Wehr. Ab 1937 liefen die Übungen der Feuerwehr primär auf den Kriegsfall hinaus. Ab 1940 geschah die Feuermeldung nicht mehr durch die Bürgerglocke im Rathausturm oder von Hornisten. Eine am Rathausturm installierte Sirene gab jetzt Feueralarm. Einer der letzten Hornisten („es Läbje") soll schon im Alter von sieben Jahren Feueralarm geblasen haben.

 

Die Freiwillige Feuerwehr übersteht die Zeitläufe

Mit Kriegsbeginn wurden fast alle wehrpflichtigen Mitglieder zu den Waffen gerufen; die Zahl der aktiven Mitglieder sank von 69 auf 32 Mann. 1944 waren es nur noch 20.

 

1941 kommen 16 Jugendliche der Hitlerjugend und 38 ältere Männer, die dem Einsatzleiter als Reserve zur Verfügung standen hinzu.

 

Nach Abzug der Jugendlichen rief man 1942 erneut eine Jugendfeuerwehr ins Leben. Sie fand in dem Berufsfeuerwehrmann Engelmann aus dem Genesungslazarett Steinau einen geeigneten Ausbilder und galt sogar als vollwertiger Ersatz für die abwesenden aktiven Feuerwehrmänner.

Ludwig Wolf - 1942 Haupttruppführer mit den Aufgaben des Unterkreisführers III (Salmünster, Bad Soden, Romsthal, Eckardroth, Wahlert, Kerbersdorf, Ahl, Sarrod und Ulmbach) betraut - ernannte man 1943 zum Meister der Schutzpolizei.

Im gleichen Jahr erhielten Ludwig Wolf, Georg Heldmann und Georg Wigand das Feuerwehrabzeichen II. Klasse für ihren langjährigen Feuerwehrdienst.

 

Nach dem Krieg formierte sich unter ihren alten bewährten Vorständen wieder die Freiwillige Feuerwehr. Dies alles war jedoch nur unter den schwierigsten Verhältnissen möglich.

 

Die erste Nachricht über die Zusammensetzung der neuen Leitung datiert vom 13.3.1946:

Ludwig Wolf, Vorstand

Ernst Beisler, Stellvertreter

Ludwig Christ, Abtl.-Führer Motorspritze

Franz Wolf, Abtl.-Führer Schlauchwagen

Gustav Haqemann, Abtl.-Führer Wach- und Rettungsmannschaft

Heinrich Lipp, Kassierer

Josef Noll, Schriftführer

Heinrich Noll, Zeugwart

 

An Löschgeräten wird u.a. aufgezählt:

1 Motorspritze (Robel), 1 Personenwagen: 2 Handdruckspritzen

Schlauchmaterial:

gummiert B in Metern = 120

roh          B in Metern = 80

roh          C in Metern = 214

 

Die vereinsmäßige Selbständigkeit der Freiwilligen Feuerwehr Salmünster wurde am 14.1.1950 wiederhergestellt.

Ein bemerkenswertes Ereignis war die Feier des 25-jährigen Bestehens der Feuerwehr in Verbindung mit dem Kreistag am 12. und 13. August 1950.

 

An diesem Fest erfolgte die Ehrung zwölf verdienter Mitbegründer der Freiwilligen Feuerwehr Salmünsters:

Ludwig Wolf, Franz Krack, Lorenz Korn, Ernst Beisler, Johann Kreß, Eduard Leinweber, Franz Wolf, Ludwig Habig, Franz Bös, Karl Wolf, Johann Wolf, Franz Habig

Bei diesen Ehrungen ist zu erwähnen, dass zuvor schon - am 21.5.1937 Josef Schlauch für seine Verdienste um das Feuerlöschwesen das Feuerwehr-Ehrenkreuz erhalten hatte. Er gehörte 46 Jahre zur Feuerwehr Salmünsters und führte bis zur Gründung der freiwilligen Wehr die Steigerabteilung der Pflichtfeuerwehr.

 

Zwischenzeitlich war zwar die Alarmanlage erneuert und der Gerätebestand durch 10 B-Schläuche (= 150 Meter) bereichert worden. Trotzdem war man sich darüber im Klaren, dass die bislang verwendeten Feuerlöschgeräte bei weitem nicht mehr für eine schnelle und wirksame Brandbekämpfung ausreichten. So ging beim Heranschaffen der einzelnen Feuerlöschgeräte reichlich viel Zeit verloren. Daher gab die Stadt Salmünster 1952 ein neues Löschfahrzeug in die Obhut der Freiwilligen Feuerwehr. Die offizielle Übernahme war ein Feststag für die Wehr.

 

Chronik_Salmnster_-_bergabe_LF_8_-_1952

Foto (Festschrift der Feuerwehr Salmünster 1990): Übergabe erstes Löschfahrzeug LF 8 - "Emma" 1952


Das neue Feuerlöschgerät konnte nur Personen und alles erforderliche Material in denkbar kurzer Zeit an die Einsatzstelle bringen. Bei dem Fahrzeug handelte es sich um den Typ LF 8 mit Vorbaupumpe (1200 Liter pro Minute bei 80 Meter Förderhöhe). An den Fahrraum schloss sich ein Mannschaftsraum mit Platz für 10 Feuerwehrmänner an. Außerdem konnte sämtliches Löschgerät untergebracht werden.

Ende 1955 legte der langjährige Kommandant und Ortsbrandmeister Ludwig Wolf wegen Erreichung der Altersgrenze sein Amt nieder. In der Jahreshauptversammlung am 1.2.1955 erfolgte seine Ernennung zum Ehrenkommandanten der Wehr.

Der neue Vorstand setzte sich nach der Wahl am 17.1.1956 aus folgenden Mitgliedern zusammen:

 

Ortsbrandmeister: Gustav Hagemann

Stellvertreter: Ernst Beisler

Schriftführer: Friedel Auhl

Kassierer: Heinrich Noll

Beisitzer: Franz Wolf und Bruno Müller

Gerätewart: Ludwig Wolf II

 

Die Freiwillige Feuerwehr zählte jetzt 47 aktive und 23 passive Mitglieder. Nach einem Jahr wurde Gustav Hagemann auf Grund seiner geleisteten Arbeit zum Oberbrandmeister und Josef Schlauch, als der älteste, einst aktive Feuerwehrmann von Salmünster, zum Ehrenbrandmeister ernannt.

In der Jahreshauptversammlung am 29.1.1958 gab Oberbrandmeister Hagemann bekannt, dass die Oberfeuerwehrmänner Heinrich Noll und Bruno Müller zu Löschmeistern befördert wurden.

 

Zu einer eindrucksvollen Manifestation gestaltete sich der Kreisfeuerwehrverbandstag vom 12. bis 14. Juli 1958 in Salmünster.

 

Chronik_Salmnster_-_Fahnenweihe_09_08_1959

Foto (Festschrift der Feuerwehr Salmünster 1990): Fahnenweihe 1959 - Ludwig Wolf und die Fahnenträgerin Christa Zahl

Bislang hatte die Freiwillige Feuerwehr noch keine Fahne. Die Jahreshauptversammlung beschloss deren Anschaffung.

Am 9. August 1959 vollzog Pater-Arsenius die Weihe der Fahne, die dann von der Fahnenträgerin Christa Zahn dem Fahnenträger der Feuerwehr, Ludwiq Wolf übergeben wurde. Die Fahnenweihe stellte zweifellos einen Höhepunkt der Vereinsgeschichte dar.

 

Um den Feuerschutz dem technischen Fortschritt anzupassen, sollte der Gerätebestand durch ein neues Fahrzeug ergänzt werden. Deshalb kaufte die Stadt 1964 das Tanklöschfahrzeug TLF 16 nebst 3 Atemschutzgeräten für DM 66 000. Der offizielle Übergabeakt im Mai durch Bürgermeister Leistenschneider in Gegenwart von Stadtverordneten, Magistratsmitgliedern und Kreisbrandinspektor Goltz geschah unter großer Beteiligung der Bevölkerung.

 

Chronik_Salmnster_-_Inbetriebnahme_TLF_16_-_1964

Foto (Festschrift der Feuerwehr Salmünster 1990): TLF 16 - Eckhauber – 1964 mit Ludwig Wolf

 

Die Wahlen der Jahreshauptversammlung im März 1964 brachten folgendes Ergebnis: 1. Vors. u. Ortsbrandmeister Gustav Hagemann, 2. Vors. Ernst Beisler, Schriftführer Wendelin Noll, Kassierer Heinrich Noll, Beisitzer Walter Weber und Franz Wolf, Gerätewart Ludwig Wolf.

Am 5. Mai 1965 trat Gustav Hagemann von beiden Ämtern zurück. Alsbald wählte die außerordentliche Mitgliederversammlung ihren bisherigen Kassierer Heinrich Noll zum ersten Vorsitzenden. An seine Stelle trat Karl-Heinz Wiesmann. Bürgermeister Leistenschneider dankte dem bisherigen Ortsbrandmeister Hagemann im Namen des Magistrates für seine Verdienste, die er sich um den guten Ausbildungsstand der Wehr erworben habe.

 

Am 22.2.1969 konnte er die Jugendwehr mit 19 Jugendlichen als Mitglieder gründen. Das Amt des Jugendleiters erhielt Bruno Müller. In der darauffolgenden Jahreshauptversammlung wurde er auf Grund seiner Fähigkeiten als Ausbilder in seinem Amt bestätigt, das er bis 1973 ausübte.

 

In diesem Amt folgten:

Herbert Kleinert       1974 - 1976

Ewald Krack            1977 - 1979

Thomas Dobert        1980 - 1981

Rudolf Siebert          1982 -1988

Andreas Wenzel        ab 1989

 

Die am 1.3.1969 durchgeführte Vorstandswahl ergab folgendes Bild:

1. Vorsitzender und Ortsbrandmeister: Ludwig Wolf

2. Vorsitzender: Günter Peterhansl

Stellvertretender Ortsbrandmeister: Walter Weber

Schriftführer: Alfred Konka

Kassenwart: Erwin Fingerhut

Gerätewarte: Heinrich Blos und Lothar Schlauch

Beisitzer: Josef Heid und Helmut Fingerhut

Jugendleiter: Bruno Müller

Ältestenbeirat: Franz Habig

 

Kleinere Ausrüstungsergänzungen, zu denen u. a. 1970 der Erwerb eines Ford Transit-Busses zählt, gewährleisten die ständige Einsatzbereitschaft der Wehr.

 

Erwähnt seien auch die Wahlen der Jahreshauptversammlung vom 30.1.1971 und am 17.7.1971, in denen man das Amt des 1. Vorsitzenden vom Amt des Ortsbrandmeisters personell trennte. Hiernach setzte sich der Vorstand aus folgenden Mitgliedern zusammen:

Karl-Franz Schlauch: 1. Vorsitzender

Günter Peterhansl : Stellvertreter

Ludwiq Wolf : Ortsbrandmeister

Bruno Müller: Stellvertreter

Siegfried Trommer: Schriftführer

Erwin Fingerhut: Kassierer

Hermann Schlauch: Gerätewart

Werner Schunder: Gerätewart

Josef Heid: Gerätewart

 

Da die Freiwillige Feuerwehr Alsberg bei der Eingemeindung am 1.1.1970 der Salmünsterer Feuerwehr als Löschzug angegliedert worden ist, soll sie in diesem Zusammenhang nicht fehlen.

 

Im Jahr 1972 konnte die Wehr aus den Händen der Stadt Salmünster ein Löschgruppenfahrzeug LF 16 und einen Mannschaftstransportwagen Ford Transit entgegennehmen. Durch die Anschaffung dieser modernen Fahrzeuge konnte die Schlagkraft der Wehr erheblich verstärkt werden.

 

 Chronik_Salmnster_-_bergabe_MTW_Ford_Transit_1972

Foto (Festschrift der Feuerwehr Salmünster 1990): Übergabe MTW – Ford Transit 1972

 

 Chronik_Salmnster_-_bergabe_und_Segung_LF_16_-_1972

Foto (Festschrift der Feuerwehr Salmünster 1990): Übergabe LF 16 (Magirus) und Segnung
durch Pater Bernward 1972, rechts Ortsbrandmeister Ludwig Wolf.

 

Endlich muss noch der bislang aufwendigsten Leistung der Stadt Salmünster für ihre Freiwillige Feuerwehr gedacht werden, das am 24.6.1975 fertiggestellten Gerätehauses. Dank fachkundiger Beratung und solider Finanzierunqsplanunq durch Bürgermeister Leistenschneider konnte ein Gebäude entstehen, das allen Ansprüchen der Salmünsterer Feuerwehr gerecht wurde.

 

Im gleichen Jahr wurde unter großer Beteiligung der Bevölkerung das 50-jährige Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr mit einem großen Fest gefeiert.

 

Nachdem im Jahre 1977 die Stadthalle der Stadt Bad Soden-Salmünster im Stadtteil Salmünster fertiggestellt war, konnten die Vereine unserer Stadt Feierlichkeiten wieder in einem größeren Rahmen durchführen. Der Sportclub 1958 Salmünster und unsere Freiwillige Feuerwehr luden erstmals im Jahr 1978 zu einer großen Faschingssitzung ein. Diese gemeinsame Sitzung wurde bis in das Jahr 1988 durchgeführt. Die letzten beiden Jahre war die Feuerwehr alleiniger Ausrichter dieser Veranstaltung, welche stets guten Zuspruch fand. Selbstverständlich unterstützten zahlreiche Vereine unser karnevalistisches Treiben.

 

Im Jahr 1979 war unsere Wehr Ausrichter des Stadtfeuerwehrtages. Die geräumte Fahrzeughalle diente als Festsaal. In der Zwischenzeit hatten wir aus eigenen Mitteln eine Rettungsschere angeschafft. Dieses Gerät war mit einer Handpumpe ausgestattet. Trotz der aus heutiger Sicht primitiven Ausstattung konnte die Wehr mit diesem Gerät zahlreiche Menschen aus gefährlichen Situationen befreien.

 

1982 richtete die Feuerwehr Salmünster einen weiteren Stadtfeuerwehrtag in gleicher Art und Weise wie im Jahr 1979 aus. In diesem Jahr trat der langjährige Wehrführer Ludwig Wolf mit Erreichen der Altersgrenze von seinem Posten zurück. Sein Sohn Armin Wolf übernahm die Leitung der Wehr.

Im gleichen Jahr wurden erstmals Frauen in die Einsatzabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Salmünster aufgenommen.

 

Als erste gemeinsame Aktion der neugegründeten Vereinsgemeinschaft der Salmünsterer Vereine, zu deren Gründungsmitgliedern wir zählten, wurde die Errichtung einer Toilettenanlage am Festplatz in Salmünster in Angriff genommen. Es folgten im Laufe der Jahre zahlreiche Aktionen, aber auch sportliche und kulturelle Veranstaltungen unter der Leitung dieser Vereinsgemeinschaft. Einen schönen Erfolg konnten wir bei einer solchen Veranstaltung am 10.6.84 erzielen. Am Fußball-Pfingstturnier belegte unsere Mannschaft den ersten Platz.

 

Im Juni 1985 feierte unser Verein sein 60jähriges Bestehen. Anlässlich der Festtage welche wieder im Gerätehaus mit angebautem Zelt stattfanden konnte die Wehr ein neues Rettungsgerät, bestehend aus Schere, Spreizer, Öldruckpumpe und Stromerzeuger übernehmen. Das wiederrum aus Vereinsmitteln angeschaffte Gerät sollte sich, wie die folgenden Jahre zeigten bei so manchem Unfall bewähren. Untergebracht ist es im ersten Fahrzeug, welches der Salmünsterer Feuerwehr im Jahr 1952 übergeben wurde. Das damalige LF 8 wurde in Eigenleistung zu einem Gerätewagen umgebaut.

 

Die Festtage wurden zu einem unvergesslichen Erlebnis. Als z.B. am Sonntag der große Festzug seinem Ende entgegenging musste man feststellen das kaum Platz im und um das Gerätehaus war, um alle Teilnehmer und Gäste aufzunehmen.

 

Am 2.9.1985 gründete die Feuerwehr Alsberg einen eigenen Verein. In bestem Einvernehmen trennten sich Salmünster und Alsberg, jedoch nicht ohne sich eine weitere gute Zusammenarbeit zu versprechen.

 

Im Jahr 1988 stand die Restaurierung unsere Fahne an. Das "gute Stück" hatte jetzt immerhin fast 30 Jahre im Dienst des Vereins gestanden. Es war nicht verwunderlich, dass Flecken am Samt, Löcher in der Seide der Fahnenbänder oder fehlende Fransen zu beklagen waren. Die Herstellerfirma wurde beauftragt die Schäden zu beheben.

 
1990 wurde das 65-jähige Bestehen der Feuerwehr Salmünster gefeiert.

 

 

Quelle: Festschrift 1990 der Feuerwehr Salmünster

Abschrift und Zusammenstellung: Frank L. Seidl (Feuerwehr Bad Soden-Salmünster)

 

Aktuelle Fortschreibung und Pflege: Freiwillige Feuerwehr Salmünster / Christl Scholz

 

Stand: 18.07.2011

Fahrzeuge, Geräte, Feuerwehrhaus der Feuerwehr Salmünster

 

1613 – Steigleiter und Ledereimer

Das erste urkundlich erwähnte Gerät ist in 1613 eine Steigleiter für 1 Gulden.

Weitere Löschgeräte sind zu dieser Zeit Ledereimer. Jeder Neuzuziehende hatte einen abzugeben oder die Kosten für einen Ledereimer zu tragen.

 

1750 – Feuerspritzen (Pumpen)

Vier Feuerspritzen werden angeschafft. Sie sind aus Holz und mit Eisen beschlagen.

 

1776Fahrbare Feuerspritze

Gemeinsam mit der Gemeinde Ahl schafft die Stadt Salmünster mit Soden und Ahl eine vierrädrige Feuerspritze an.

 

1827 - Gerätebestand

Gerätebestand zu dieser Zeit: Fahrbare Feuerspritze von 1776, 130 Feuerlöscheimer aus Leder, 3 Haken und 3 Leitern.

Die Geräte waren im Rathaus, am Obertor und am Untertor untergebracht.

 

1890 – 1900 - Gerätebestand

1 vierrädrige Saugspritze

1 mechanische Schiebeleiter (10 Meter Steighöhe)

1 Anstell-Leiter mit Anstellstütze (15 Meter Steighöhe)

1 Anstell-Leiter ohne Stütze (15 Meter Steighöhe)

2 einholmige Hakenleitern

1 Saugschlauch (6 Meter lang)

2 gummierte Druckschläuche

30 nicht-gummierte Druckschläuche mit "Sturtz-Kuppelungen" (300 Meter lang)

2 Schlauchwagen

1 Schlauchreinigungsapparat

2 Standrohre

10 Einreißhaken und 1 Sanitätskasten

 

1890 – 1900- Wasserleitung

Zwischen 1890 und 1900 wird eine Wasserleitung gebaut und nach und nach werden auch Hydranten in das Wasserleitungsrohrnetz eingebaut.

 

1934 – Erste Motorspritze

Die Robel-Motorspritze (Typ R 8) hatte eine Förderleistung von 800 Litern pro Minute (60 Meter).

 

1935 – Erstes Fahrzeug

Ein Transportwagen für Spritze und Mannschaft wurde angeschafft.

 

Unterkünfte für die Geräte:

Spritze - Garage im Hof Antoni (Hirtengasse);

andere Geräte: Gebäude der ehemaligen Oberförsterei.

 

1940 - Steiger- und Schlauchturm

Steigertum mit Trockenanlage (für die Schläuche) wird an der ehemaligen Oberförsterei angebaut.

 

1940 – Erste elektrische Sirene

Während die Bevölkerung bis dato immer mittels Hornisten und mit der Bürgerglocke am Rathaus gewarnt und die Einsatzkräfte alarmiert wurden, wurde 1940 eine elektrische Sirene auf dem Rathausdach installiert.

 

1942 – Mehrere Standorte

Um nach Bombenangriffen zur Brandbekämpfung einsatzbereit zu sein, wurden die Gerätschaften auf mehrere Standorte verteilt.

 

1945 – Unterkunft für die Motorspritze

Für die Motorspritze wurde ein Unterstand im Klostergarten neben dem alten Kriegerdenkmal gebaut.

 

März 1946 - Gerätebestand

1 Motorspritze (Robel),

1 Personenwagen: 2 Handdruckspritzen

Schlauchmaterial:

120 Meter B (gummiert)

80 Meter B (roh)

214 Meter C (roh)

 

1950 – 10 B-Schläuche mehr

Zwischenzeitlich waren zehn zusätzliche B-Schläuche (à 150 Meter) angeschafft worden.

 

1952 – Erstes Löschfahrzeug: LF 8 (Emma)

Ein Löschgruppenfahrzeug (LF 8) mit Vorbaupumpe konnte angeschafft werden, was den Einsatz erheblich erleichterte. Die Geräte mussten so nicht mehr mühsam und zeitaufwendig zur Einsatzstelle geschafft werden. Die Pumpe brachte 1200 Liter pro Minute bei 80 Meter Förderhöhe. Der Mannschaftsraum bot Platz für 10 Feuerwehrmänner.

 

Chronik_Salmnster_-_bergabe_LF_8_-_1952

Foto (Festschrift der Feuerwehr Salmünster 1990): Übergabe erstes Löschfahrzeug LF 8 ("Emma") 1952

 

1964 – Erstes Tanklöschfahrzeug

Für 66 000 Deutsche Mark wurde ein Tanklöschfahrzeug (TLF 16) mit 2400 Liter Wassertank und 3 Atemschutzgeräten angeschafft: F Mercur 150 A Eckhauber Allrad, Aufbau Magirus.

 

Chronik_Salmnster_-_Inbetriebnahme_TLF_16_-_1964

Foto (Festschrift der Feuerwehr Salmünster 1990): Übergabe erstes Tanklöschfahrzeug TLF 16 in 1964

 

1970 – Weitere Beschaffungen / ein Mannschaftstransportwagen

Zur Verbesserung der Einsatzfähigkeit wurden weitere Ausrüstungsgegenstände beschafft. Für den Mannschaftstransport wurde 1970 auch ein Ford Transit-Bus angeschafft.

 

Chronik_Salmnster_-_bergabe_MTW_Ford_Transit_1972

Foto (Festschrift der Feuerwehr Salmünster 1990): Mannschafttransportwagen 1970

 

1972 – Größeres Löschgruppenfahrzeug

Ein Löschgruppenfahrzeug LF 16 verstärkte die Schlagkraft der Salmünsterer Wehr.

 

Chronik_Salmnster_-_bergabe_und_Segung_LF_16_-_1972

Foto (Festschrift der Feuerwehr Salmünster 1990): Löschgruppenfahrzeug LF 16 in 1972 eingeweiht durch Pater Bernward und übergeben, rechts: Ortsbrandmeister Ludwig Wolf

 

1975 – Gerätehaus fertig

Am 24. Juni 1975 wurde das Gerätehaus am Palmusacker (heutiger Standort) fertiggestellt.

 

1979 – Handbetriebene Rettungsschere

Aus eigenen Mitteln hatte die Feuerwehr Salmünster eine Rettungsschere mit einer Handpumpe angeschafft. Das Gerät half bei zahlreichen Einsätzen Leben zu retten.

 

1985 – Hydrauliches Rettungsgerät

Wiederum aus Vereinsmitteln wurde in modernes Rettungsgerät investiert. Die Feuerwehr beschaffte eine Rettungsschere, einen Spreizer, eine Öldruckpumpe und einen Stromerzeuger.

Die Geräte wurden verlastet auf das in Eigenleitung zum Gerätewagen umgebauten ersten Löschfahrzeug (Emma).

 

1995 – Rüstwagen

Um für die steigende Anzahl technischer Hilfeleistungen (insbesondere Verkehrsunfälle) gerüstet zu sein, bekommt die Feuerwehr Salmünster, die als Autobahnfeuerwehr eingesetzt wird, einen Rüstwagen (RW 1): Mercedes 917, Aufbau Lentner

 

2001 – Neues Mannschaftstransportfahrzeug (MTF)

Aus Vereinsmitteln wird ein neues MTF angeschafft: Mercedes Sprinter MB 210

 

2003 – Neues Tanklöschfahrzeug TLF 16/25

Für das knapp 40 Jahre alte TLF bekommt die Feuerwehr Salmünster ein neues Tanklöschfahrzeug mit 2700 Liter Wassertank wird: Mercedes Ateco 142 l, Aufbau Schlingmann.

Das alte TLF von 1964 wurde 2003 ausgemustert. Da es allen ans Herz gewachsen ist, wurde es zu repräsentativen Zwecken vom Feuerwehrverein übernommen und wird liebevoll weitergepflegt.

 

2004 – Neues Löschgruppenfahrzeug

Der Fuhrpark wird weiter erneuert: Ein LF 10/6 (Katastrophenschutz) mit 1000 Liter Wassertank kommt hinzu: MAN 182, Aufbau Magirus

 

 

Quelle: Festschrift 1990 der Feuerwehr Salmünster / Homepage der Feuerwehr Salmünster

Zusammenstellung: Frank L. Seidl (Feuerwehr Bad Soden-Salmünster)

 

Aktuelle Fortschreibung und Pflege: Freiwillige Feuerwehr Salmünster

 

Stand: 16.07.2011

Besondere Einsätze der Feuerwehr Salmünster

 

01.09.1493

Zwei Scheunen zwischen Hausen und Salmünster brennen ab

 

23.08.1782

Um die Nachmittagsstunde schlägt in Ahl der Blitz in vier mit Feldfrüchten gefüllten Scheunen und vernichtet sie durch Brand.

 

30.10.1782

In der Hautzenmühle bricht durch einen Ofen Brand aus, das Feuer kann auf der Stelle gelöscht werden.

 

1878

Brandstiftungen versetzt die Bewohner Alsberg in Angst und Schrecken.

 

März 1892

Eine Waldarbeiterin zündet am Münsterberg ein Feuer an, um sich Essen zu wärmen. Das Feuer greift über und verbreitete sich im nu. Der Brand erstreckt sich zuletzt vom 3. Graben bis zur Strackschneise Höhenweg über den großen Brückenrain nach Weilers. Der gesamte Eichenbestand dieser großen Umgrenzung muss gefällt werden. Riesige mehrhundertjährige Bäume fallen dem Feuer zum Opfer. Der Schaden ist sehr hoch.

 

11.02.1910

Ein Großfeuer durch Brandstiftung entstanden, richtet erheblichen Schaden in der Ziegelei Johannes Heid, (später Herbst) an...Höhe des Schadens ca. 40 000 Goldmark.

 

18.03.1913

Das Gebäude der Möbelfabrik Alois Iffert Bad Sodener Straße brennt völlig aus. Das Feuer wütet zwei Tage.

 

01.10.1913

Die neue Dreschmaschine des B. Hagemann aus Salmünster brennt .gänzlich aus, ebenso Gebäudeteile des Hofes.

 

1921

Ein Brand im Salmünsterer Stadtwald wird von der Pflichtfeuerwehr gelöscht.

 

19.08.1926

Mehrere beladene Erntewagen an der Dreschmaschine von Julius Hagemann fangen durch Funkenübertragung Feuer. Schnell herbeigeeilte Leute der neuen Freiwilligen Feuerwehr unterstützen die Löscharbeit, so dass bis auf die Ernte eines Wagens die übrige Ernte gerettet wird.

 

29.11.1927

Großbrand im Schweizerhaus in Bad Soden, unsere alte Spritze rast mit ihrem Pferdegespann zum Brandherd, Wehrleute aus Salmünster, Bad Soden und der dortigen Fabrik bekämpfen das Feuer. Der größte Teil des Hauses und der Einrichtung wird gerettet.

 

18.03.1928

Funkenflug verursacht bei dem Block Romsthal einen Waldbrand.

 

06.05.1928

Ein Waldbrand selten großen Ausmaßes im Orber Stadtwald macht den Einsatz der Wehr erforderlich. Ein christbaumhoher Fichtenbestand von ca. 25 ha. Fällt dem Feuer zum Opfer.

09.02.1929

Kurz vor 12 mittags wird die Wehr zu einem im Hause Noll Nr. 108 ausgebrochenen Brand, der von dem schadhaften Schornstein ausging, gerufen. Der Brand kann durch das sofortige Eingreifen einiger Wehrleute im Keime erstickt werden.

 

19.03.1929

Die Bürgerglocke im Rathausturm und der Hornist geben Feueralarm. Am Fuße des Münsterberges ist Feuer entstanden. Durch schnelles Eingreifen wird größerer Schaden verhütet.

 

25.05.1929

An vier verschiedenen Stellen zwischen Stadtwald Bad Soden und Salmünster vom dreieckigen Markstein bis zum Münsterbergplane, ist Feuer gelegt worden, das vor allem·im Sodener Stadtwald beträchtlichen Schaden anrichtet.

 

22.10.1929

Großfeuer in Salmünster. Ein Lehrling der Firma Neuhaus, der im Lagerhaus abends gegen neun Uhr mit der Petroleumlampe etwas sucht, verursacht versehentlich das Feuer. Das Feuer breitet sich derart schnell aus, dass das Gebäude bald lichterloh in Flammen steht. Es findet reichlich Nahrung in der mit dem Geschäftslager zusammenhängenden Scheune und droht, nach den angebauten zu der Gastwirtschaft "Zum Engel" und "Zum Löwen" gehörenden Scheunen, sowie nach der Wohnung Wilhelm Habig Haus Nr. 48 und dem Haus Nr. 41 überzugreifen.

Zunächst werden in Eile die Nachbarhäuser ausgeräumt. Zusammen mit den herbeigeeilten Nachbarwehren aus Bad Soden und Wächtersbach, die sich ebenso bitkräftig einsetzen, tritt man dem Feuer mit bestem Können und hinreichend Wasser entgegen. Das Feuer lässt bald nach, so dass der Einsatz der noch inzwischen erschienenen Wehren aus Ahl, Steinau und Aufenau, sowie der später eingetroffenen Motorspritze aus Schlüchtern nicht mehr erforderlich ist.

 

23.03.1931

Im Hause Theo Hills entfaltet sich ein Schornsteinbrand, durch starke Rissbildung des schadhaften Kamins fängt ein angeschlossener Verschlag Feuer, durch die alarmierte Feuerwehr wird das Feuer eingedämmt.

 

27.03.1931

Brand im Rathaus. Das eingesetzte Ofenrohr hatte kein Futter und war zu nah am Gebälk verlegt.

 

Juli 1932

Kleinere Brände in der Stadt (Gebälkbrand in der Metzgerei Schöppner am Rathausplatz und Schornstein- und Gebälkbrand im Oberförstereigebäude) können von einzelnen Feuerwehrmännern gelöscht werden.

 

21. und 22.08.1931

Bei schwerem Gewitter schlägt der Blitz in die Scheune der Gastwirtschaft Noll/Schmitt (Veite Minna) ein. Bei Alarmierunq steht das Gebäude bereits in hellen Flammen. Trotz des Unwetters wird das Vieh gerettet und die Ausbreitung des Brandes mit Unterstützung der Wehr Alsberg verhindert.

Die Wehr erhält eine Belobigung vom Kreisausschuss Gelnhausen.

 

19.03.1933

Im Geschäft Emil Heinrich Schneider entsteht ein Ladenbrand.

 

1935

Brand im Stadtwald und Privatwald von Bad Soden.

 

29.09.1939

Im Anwesen Franz Habigs entsteht infolge einer schadhaften Stromleitung Feuer. Männer und Frauen leisten dabei Löschhilfe, denn fast alle Wehrleute sind zum Wehrdienst einberufen.

 

04.02.1942

Es brennt im Sägeraum der Firma Laberenz. Die Löscharbeiten sind durch Wassermangel und Kälte ungemein erschwert ... Der Einsatz dauert 15 Stunden.

 

17.05.1942

Die Wehr hilft einen Großbrand im Werk der Firma Adt in Wächtersbach bekämpfen.

12.05.1944

Über Salmünsterfinden Luftkämpfe statt. Dabei werden Brandstiftungsmittel abgeworfen.

 

28.05.1944

Ein starker Bombenverband überfliegt Salmünster. Durch den Abschuss eines viermotorigen Bombers entsteht im Staatsforst ein Bodenbrand.

 

07.10.1944

Tiefflieger greifen den Bahnhof Salmünster an. Durch den Bombenabwurf und Beschuss wird der Schienenstrang, das Gebäude und der haltende Zug beschädigt. Die gesamte Wehr wird zwei Tage lang zu Aufräumungsarbeiten eingesetzt.

 

27.03.1945

Salmünster ist Luftangriffen ausgesetzt. In den Huttenhof fällt eine Bombe. Ein Kanister mit Brandsatz lässt Wohnhaus, Scheune und Stall mit Schreinerwerkstatt Kaspar Hofackers in Flammen aufgehen. Die Wehr verhütet die Feuerübertragung auf das angeschlossene Wohnhaus des Franz Wolf, dessen Scheune jedoch bis auf das Mauerwerk niederbrennt.

 

Ostersamstag 1945

Die Scheune Siebert am Schwedenring fängt durch Brandgeschosse Feuer. Inzwischen besetzen die Amerikaner nach Einstellung des Schusswechsels Salmünster. Der Kinzig kann man kein Wasser mittels Schlauchleitungen entnehmen, der Kommandant verwehrt das Herausnehmen der Motorspritze. Es bleibt zum Löschen nur noch die Jauchegrube.

 

10.07.1946

Es brennt beim Albert Iffert.

Als die Motorspritzenabteilung ankommt, steht die vom Wohnhaus über den Hof getrennte Scheune bereits in Flammen. Pferde und Schweine werden gerettet.

Ein umsichgreifen des Feuers auf das Wohnhaus mit dem angeschlossenen Gebäudekomplex der Gelben Mühle wird verhindert.

 

29.08.1951

Die Scheune des Adam Korn an der Weinstraße brennt.

 

15.12.1951

Feuer entzündet sich in der Polsterwerkstatt Herbst, Bad Sodener str. und muss gelöscht werden.

 

24.03.1953

In Ahl brennen zwei Scheunen (Ringelmann und Ehrhard). Eine Löschabteilung unserer Wehr ist mit ihrem Löschfahrzeug als erste zur Stelle.

 

02.01.1958

Ein Feuer in der Scheune Ziegler wird bekämpft.

 

01.08.1958

Das größte Unwetter seit Menschgedenken sucht Salmünster heim. Dabei wird u. a. der Dachfirst der evangelischen Kirche aufgerissen. Unsere Feuerwehr leistet an diesem Tag ein enormes Arbeitspensum, um das Stadtbild wieder zu normalisieren.

 

31.08.1959

Im Sägewerk Karl Hagemann entsteht gegen 15.45 ein Brand, der sich unterstützt durch die anhaltene Trockenheit und dem Wind mit unvorstellbarer Geschwindigkeit ausbreitet ... Durch den Wassermangel der Bäche verschlammen laufend die Pumpen. In mühevoller Arbeit gelingt es den Wehren, das Wirtschaftsgebäude zu retten und das Ausbreiten des Feuers durch Funkenflug zu verhindern.

 

19.04.1960

Starker Funkenflug aus eine r Dampfwalze ist die Ursache für einen Flächenbrand von fast 100 qm.

 

19.02.1961

Gegen 18 Uhr wird in Steinau die Dreiturm-Seifenindustrie von einem Großbrand überrascht. Schnell ist unsere Wehr zur Stelle.

 

28.07.1963

Kurz nach 16.30 ertönt am Sonntagnachmittag die Alarmsirene. Im Kurhaus von Bad Soden brennt es. Der Dachstuhl brennt völlig ab doch kann das Mobilar der unteren Kurhausräume in Sicherheit gebracht werden. Bereits eine Stunde später ist der Brand von den Wehren unter Kontrolle gebracht, die vor allem ein Übergreifen des Feuers auf die benachbarten Kurheime verhindern.

 

25.05.1964

In der Polstermöbelfabrik Pusch ist ein Großbrand. Die Wehr Salmünster unterstützt die Wehr Steinau bei der Brandbekämpfung.

 

02.07.1964

Katholisch-Willenroth wird von einem Großbrand überrascht. Die Salmünsterer Wehr hilft bei den Löscharbeiten. Obwohl reichlich Wasser zur Verfügung steht, werden zwei Scheunen, ein Stallgebäude und ein Teil des Wohnhauses ein Raub der Flammen.

 

07.03.1971

Auf der Bahnstrecke Fulda-Frankfurt/M gerät eine E-Lok, des St. Gotthard Express in Brand. Nach fast zweistündigem Kampf unter der Leitung unseres Brandmeisters Ludwig Wolf ist der Brand an der Lokomotive soweit eingedämmt, dass die Lok nach Salmünster geschleppt werden kann. Die Feuerwehrleute verrichten harte Arbeit. Dabei macht ihnen besonders die Kälte zu schaffen, die Temperatur beträgt 10 Grad minus.

 

16.05.1972

Die große Huttenhofscheuer steht in hellen Flammen. Nach der Salmünsterer Wehr treffen noch die Freiwilligen Feuerwehren von Bad Soden, Steinau, Schlüchtern, Wächtersbach, Romsthal und Ahl ein. Das Vieh wird gerettet. Die etwa 100 Freiwilligen, die das Feuer aus etwa 20 C Strahlrohren bekämpfen, verhindern ein Übergreifen der Flammen. Die Scheune wird jedoch restlos zerstört.

 

 Chronik_Salmnster_-_Brand_Huttenhofscheune_15_05_1972

Foto (Festschrift der Feuerwehr Salmünster 1990): Brand der Huttenhofscheune am 15. Mai 1972

 

14.07.1973

Die Feuerwehr Salmünster rückt mit Ihren Löschfahrzeugen zu einem Waldbrand zwischen Wächtersbach und Neu-Wirtheim aus und unterstützt die dort eingesetzten Wehren bei der Bekämpfung des Großbrandes.

 

30.11.1974

Im Spar-Markt Brand bricht Feuer aus. Durch einen Ofen entzündet sich Ware. Durch schnellen Einsatz kann größerer Schaden verhindert werden.

 

17.12.1974

Hochwasser in Bad Soden. Die gesamte Innenstadt ist überflutet. Zahlreiche Keller müßen ausgepumpt werden.

 

 

7. 1.1975

Zimmerbrand im Schwedenring. Unter Preßluftatmern gehen die Feuerwehrleute vor. Der Schwelbrand im 1. Stock des Hauses "Dr. Böhle" wird schnell unter Kontrolle gebracht.

 

18. 3.1975

Unter Preßluftatmern muß ein weiterer Zimmerbrand, diesmal im Haus Hch. Betz in der Frankfurter Str. 70 bekämpft werden.

 

27. 4.1975

Das Hallenbad in Salmünster ist fast fertig. Die Feuerwehr Salmünster füllt das Becken probeweise mit Flusswasser.

 

1976

Bedingt durch die große Trockenheit dieses Jahres mussten die Wehrmänner zu 20 Bränden rund um Salmünster ausrücken. Es handelt sich in der Hauptsache um Wald- und Flächenbrände. Insbesondere die Blockstelle Romsthal oberhalb des jetzigen Kinzigstausees macht den Wehrmännern zu schaffen.

 

02.01.1977

Durch Frost brach ein Wasserrohr im Hause Weißbecker in der Fuldaer Str. Der ganze Keller stand unter Wasser und musste von der Feuerwehr ausgepumpt werden.

 

19.01.1977

Nach einem Auffahrunfall wird die Wehr zur Befreiung einer verletzten Person gerufen.

 

19.02.1978

Einsatz der Rettungsschere zwischen Bad Soden und Romsthal. Nach einem Verkehrsunfall muss eine verletzte Person aus einem PKW befreit werden.

 

27.05.1978

Um 14.00 Uhr werden die Wehrmänner durch Sirenenarlarm aufgeschreckt. Ein landwirtschaftliches Anwesen in

Alsberg brennt. 2 Stunden kämpfen 25 Männer unserer Wehr mit ihren Kameraden aus Alsberg mit dem Feuer.

 

22.07.1978

Die Polizei ruft die Feuerwehr Salmünster zu Hilfe. Diebesgut muss aus der Kinzig geborgen werden.

 

22.07.1979

Güterwaggonbrand im Bahnhofsbereich Salmünster. Durch blockierte Bremsen fängt der Waggon und die darauf transportierten Spahnplatten Feuer. Die Wehr ist von 23.50 bis 4.10 Uhr im Einsatz.

 

27.03.1980

Über die 4-teilige Steckleiter gehen Feuerwehrmänner unter Atemschutz zur Bekämpfung eines Zimmerbrandes im Hopfengarten 10 vor. Eine Ausdehnung des Brandes kann verhindert werden.

 

17.04.1980

5 Stunden mussten Wehrmänner aus Salmünster und Umgebung zur Bekämpfunq eines Wald- und Flächenbrandes am Fünfkant eingesetzt werden

 

27.05.1980

Gewitter über Salmünster. Durch starke Regenfälle sind zahlreiche Keller und Wohnungen im Stadtteil Hausen überflutet.

 

25.04.1981

Mit den Löschfahrzeugen eilen wir der Wehr Katholisch-Willenroth zu Hilfe. Ein Waldbrand muss bekämpft werden.

 

13.06.1981

In den frühen Morgenstunden wird die Wehr nach Kerbersdorf gerufen. Eine Scheune und Stallungen in der Ulmbacher Str. stehen in Flammen.

 

10.08.1981

Starke Regenfälle gehen im Main-Kinzig-Kreis nieder.

 

11.08.1981

Im Altkreis Gelnhausen wird Großalarm gegeben. Gegen 21.00 Uhr wird das LF 16 von Salmünster alarmiert. Unter anderem wird in der Nacht beim Abdichten eines Dammes mit Sandsäcken geholfen. Nach kurzem Schlaf geht es weiter. Überflutete Keller, Garagen und Wohnungen in Niedermittlau werden ausgepumpt.

 

24.10.1981

Der "Blaue Bock" ist Gast in der Salmünsterer Großturnhalle. Die Feuerwehr übernimmt den Sicherheitsdienst.

 

27. 1.1982

Um 1.00 Uhr wird die Wehr durch Sirenenalarm aufgeschreckt. Ein Scheunenbrand in der Fuldaer Str. ist gemeldet. Von weitem erkennen die Wehrmänner anhand des rot leuchtenden Himmels das es sich um einen Großbrand handelt. Gemeinsam mit der Wehr Bad Soden und Ahl wird das Feuer bekämpft. Ein Übergreifen auf das Wohnhaus kann verhindert werden.

 

27. 5.1982

Nach schwerem Verkehrsunfall wird die Feuerwehr gegen 22.00 Uhr zur Einsatzstelle Spessartstraße gerufen. 2 Personen können nur noch tot geborgen werden. Die Unfallstelle wird abgesichert.

 

28. 5.1982

An der Blockhütte in Ahl bricht gegen 1.00 Uhr ein Feuer aus. Die Löschfahrzeuge der Wehr Salmünster werden zur Brandbekämpfung eingesetzt

 

23. 8.1982

Zwischen Bad Soden und Romsthal ereignet sich ein schwerer Verkehrsunfall. 4 verletzte Personen können aus den 3 Unfallfahrzeugen gerettet werden. Für eine Person kommt jede Hilfe zu spät.

 

13.12.1982

Die Wehr wird zu einem umgestürzten Tanklastzug zwischen Ahl und Steinau gerufen. Das Umpumpen des Benzins wird überwacht.

 

27.07.1983

Waldbrand an der Steinkaute. Mit Unterstützung der Wehren Wächtersbach und Bad Orb kann größerer Schaden verhindert werden. 53 Feuerwehrleute werden eingesetzt.

 

12.09.1983

20.07 Uhr – Alarm: Brennender PKW Salmünster-Richtung Merneser Höhe. Die Feuerwehr löscht den in voller Ausdehnung brennenden PKW und nimmt die Bergung des Fahrers, der in seinem Fahrzeug ums Leben kam vor.

 

05.02.1984

6.00 Uhr: Ein mit Gefahrgut beladener Kesselwagen der DB kommt im Bahnhof Salmünster zum Stehen. Durch rasches Ablöschen der glühenden Teile kann schlimmeres verhindert werden.

14.30 Uhr: Nach einem Verkehrsunfall müssen Verletzte Personen mit der Rettungsschere befreit werden. Wieder einmal lag die Unglückstelle zwischen Bad Soden und Romsthal.

 

15.04.1984

Schwerer Verkehrsunfall mit mehreren verletzten und toten Personen zwischen Hausen und Waldhaus. Die Feuerwehr befreit eine eingeklemmte Person und leitet Rettungsmaßnahmen ein. Neben den Notarztwagen aus Gelnhausen und Schlüchtern befinden sich 2 Rettungshubschrauber am Unglücksort.

 

22.05.1984

5 Verletzte müssen nach einem Verkehrsunfall in der Münsterbergstraße versorgt werden.

 

12.07.1984

Ein Blitz schlägt im Holzspähnebunker der Fa. Hutzenlaub und Nowak ein. Der brennende Inhalt muss abgelöscht werden. Es ist erforderlich, den ganzen Inhalt, ca. 90 Kubikmeter

mit Hacken und Schaufeln auszuräumen.

 

05.10.1984

In der Bad Sodener Str. 29 wird eine Katze aus einem unzugänglichen Raum befreit.

 

21.03.1985

2 Verletzte müssen nach Verkehrsunfall auf der B 40 zwischen Ahl und Steinau gerettet werden.

 

26. 7.1985

Nach einem Unfall auf der Merneser Höhe musste ein Verletzter aus einem PKW befreit werden. Zum Schrecken der eingesetzten Wehrleute handelte es sich um einen aktiven Kameraden der eigenen Wehr.

 

01.09.1985

Durch Brandstiftung wird ein Bagger auf einer Baustelle zwischen Salmünster und Ahl entzündet. Gegen 4.30 Uhr wird die Feuerwehr Salmünster alarmiert.

 

19.01.1986

Wasser im Keller der Fa. Günthers Obst-Korb, Fa. Riedel und Fa. Wickert-Druck im Schwedenring. Die Feuerwehr pumpt die Keller aus.

 

04.03.1986

PKW-Brand in der Breslauer Str. Verletzte Personen werden versorgt, ein brennendes Mofa gelöscht und die Fahrbahn gesäubert.

 

06.09.1986

Ein Hornissennest bedroht die Bewohner des Schloss Hausen.

Das riesige Nest wird in den Abendstunden von der Wehr entfernt.

 

27.09.1986

PKW-Brand an der A 66, Ausfahrt Salmünster

 

21.11.1986

Wohnungsbrand Huttenheegstr. 1. Unter schwerem Atemschutz wird der Brand gelöscht.

 

09.05.1987

Durch Reparaturarbeiten am Dach der Fa. Baustoff-Herbst entsteht ein Dachstuhlbrand.

 

03.10.1987

Nach einem Unfall in der Frankfurter Str. wird die Feuerwehr gerufen. Verletzte Personen werden versorgt, ein brennendes Mofa gelöscht und die Fahrbahn gesäubert.

 

17.10.1987

Verkehrsunfall Hanauer Landstr./Spessartstr. Eine eingeklemmte Person wird befreit, die verletzten Personen versorgt.

 

29.11.1987

Ein weiterer Verkehrsunfall macht den Einsatz der Feuerwehr

erforderlich. Eine eingeklemmte Person wird mit der

Rettungsschere befreit.

 

04.02.1988

Unfall beim Haus Sonnenschein. Der verletzte Fahrer wird aus seinem PKW befreit. Da der PKW auf dem Dach liegt, gestalten sich die Rettungsarbeiten schwierig.

 

27.02.1988

Unfall in der Hausener Str. Der Fahrer wird mit der Rettungsschere aus seinem PKW befreit.

 

11.05.1988

Die Wehr Salmünster wird zu einem Großbrand, Waldbrand an die Blockstelle Romsthal gerufen.

 

28.06.1988

Starke Regenfälle überfluten Keller in Salmünster und Hausen. Straßen werden von Geröll und Schlamm befreit. Die Wehren aus Bad Soden und Huttengrund werden zu Hilfe gerufen.

 

21. oder 23.11.1988

Durch rasches Eingreifen kann ausgelaufenes Öl vor der Kinzig abgefangen werden.

 

1988

Viermal wird die Wehr zur Suche nach vermissten Personen angefordert. Alle Wehren der Stadt beteiligen sich an den Suchaktionen. Leider können 2 Personen nur Tod aufgefunden werden.

 

02.02.1989

Alarm in den frühen Morgenstunden. Die Keller der Fa. Betten-Goos stehen unter Wasser.

 

26. 6.1989

Nach schwerem Unwetter mussten verschiedene Keller ausgepumpt werden.

 

September 1989

Trinkwassermangel Alsberg. Mit dem Tanklöschfahrzeug wird der Wassermangel im Hochbehälter des Golfclubs beseitigt.

 

 

 

Quelle: Festschrift 1990 der Feuerwehr Salmünster

Abschrift und Zusammenstellung: Frank L. Seidl (Feuerwehr Bad Soden-Salmünster)

 

Aktuelle Fortschreibung und Pflege: Freiwillige Feuerwehr Salmünster

 

Stand: 16.07.2011

Chronik Jugendfeuerwehr Mernes

 

Am 10.12.1968 wurde die Jugendgruppe der Freiwillige Feuerwehr Mernes durch die Kameraden Karl König, Karl Weidner, Wendelin Müller und Kilian Desch ins Leben gerufen. Diese hatten zu dieser Zeit bereits erkannt, dass eine einsatzstarke und gut ausgebildete Gruppe der Freiwilligen Feuerwehr Mernes nur durch den Nachwuchs, welcher bereits in seiner Jugendzeit ausgebildet wird, für die Zukunft sichergestellt werden kann. Weiterhin wollte man hiermit gewährleisten, dass auch künftig in jungen Menschen das Interesse geweckt und gefestigt wird, dem Nächsten in selbstlosem Einsatz, bei Tag oder Nacht, in der Not zu helfen.

 

Die ersten Mitglieder der Jugendfeuerwehr waren Rainer Amberg, Edwin Betz, Bernd Böttcher, Gerhard Desch, Manfred Desch, Theo Desch, Willi Desch, Bruno Harnischfeger. Georg Klübenspies, Andreas Müller, Bernhard Müller, Joachim Müller, Roland Schalk, Jürgen Weigand und Klaus Weigand.

 

Nachdem im Jahre 1985 Lucia Müller als erstes Mädchen den Mut aufbrachte, sich der bis dato nur von Jungen gebildeten Jugendfeuerwehr anzuschließen, folgten weitere Mädchen in die Jugendfeuerwehr. Heute ist die Mitgliedschaft von Mädchen eine Selbstverständlichkeit. Die Feuerwehr Mernes freut sich sehr darüber, dass auch schon einige Frauen in die Einsatzabteilung übernommen werden konnten.

 

Auch heute ist die Hauptaufgabe der Jugendfeuerwehr das Heranbilden von Feuerwehrnachwuchs und damit das Sicherstellen des Personalbedarfs des ehrenamtlichen Brandschutzes. Dieses Ziel halten wir uns immer vor Augen und sind froh, dass über die vielen Jahre eine stattliche Anzahl von jugendlichen in die Einsatzabteilung übernommen werden konnten.

 

Die Arbeit mit unseren Jugendlichen besteht je zur Hälfte aus feuerwehrtechnischer Ausbildung mit Übungen und Wettkämpfen sowie der Teilnahme an der Leistungsspange.

Diese hohe Auszeichnung der Jugendfeuerwehr konnte in den letzten 40 Jahren von vielen unserer Mitglieder erworben werden. Zur anderen Hälfte besteht sie aus der Kameradschaftsförderung durch Unterhaltung, Diskussion, Spiele und Ausflüge.

Im Juli 2004 nahm unsere Jugendgruppe an einer 12-Stunden-Übung mit anderen Stadtteilwehren teil. Hier wurden verschiedene Übungen und Unterrichte in kleineren Gruppen sowie eine Abschlussübung aller Teilnehmer durchgeführt. Bewirtungs- und Übernachtungsstätte war hier das Blockhaus Ahl. Immer wieder werden Freizeitaktivitäten angeboten, wie z. B. der Besuch von Freibädern, Kartfahren und andere kleinere Ausflüge. Im Juni 2000 verbrachten wir einen mehrtägigen Ausflug mit den Jugendfeuerwehren der Gesamtstadt Bad Soden-Salmünster in Gersfeld. Dort wurden verschiedene Aktivitäten angeboten, wie z. B. eine Wanderung von Gersfeld auf die Wasserkuppe.

 

Besonders zu erwähnen ist das Einsammeln der ausgedienten Weihnachtsbäume, was nun schon seit einigen jahren von den jugendlichen durchgeführt wird. Das anschließende Treffen der Merneser zum Verbrennen der Bäume, wobei die Jugendfeuerwehr die Bewirtung übernimmt, hat sich bereits etabliert und gehört zu den festen jährlichen Veranstaltungen unserer örtlichen Gemeinschaft.

 

Auch für karitative Zwecke zeigt unsere Jugendgruppe schon mehrfach ihre Einsatzbereitschaft. So wurde sich z. B. an der Durchführung der Jugendsammelwoche, sowie an der Aktion „Sauberes Hessen" beteiligt. Die Jugendfeuerwehr engagierte sich auch sehr beim Einsammeln der Spenden für die Restaurierung der Vereinsfahne in 2006.

 

Außer der Übung von Brandbekämpfungsmaßnahmen wird auch in den Unterrichten über die Brandverhütung gesprochen. Weiterhin versuchen alle, die Jugendlichen unserer Feuerwehr zu selbst- und pflichtbewussten Menschen zu erziehen, die gemeinschaftlich verschiedene Lebenslagen bewältigen und bereit sind, den Mitmenschen zu helfen.

Für die Zukunft wünschen sich alle Mitglieder und Verantwortliche unserer Feuerwehr, dass die Eltern und Großeltern soweit auf ihre Kinder und Enkel einwirken, dass diese sich für die Arbeit in der Jugendfeuerwehr interessieren und sich dann eventuell auch der Jugendgruppe anschließen.

 

Chronik_Mernes_-_JF_Mernes_2008

Die Jugendfeuerwehr im Jubiläumsjahr 2008 (Foto: Festschrift FF Mernes 2008)

Hinten von links: Simon Dietz (Betreuer), Hanna Kistner, Melanie König, Darius Müller, Francesco Desch, Markus Ziegler, Michael Gaul, Sebastian Desch, Simon Langhammer, Magnus Weigand (Betreuer).

Vorne von links: Denis Hempel, Marc König, Kevin Reuß, Kai Laufer, Nicolai Schöppner, ]an ]anssen, Steffen Weigand, Kevin Hempel. Es fehlen aufdem Bild: Constantin Ziegler, Patrick Ziegler, Steven Tontsch, Marcel König.

 

 

Quelle: Festschrift 2008 der Feuerwehr Mernes

Abschrift und Zusammenstellung: Frank L. Seidl (Feuerwehr Bad Soden-Salmünster)

 

Aktuelle Fortschreibung und Pflege: Freiwillige Feuerwehr Mernes 

Stand: 15.07.2011